Hier ist die Dokumentation für die Übung Uebung_180, basierend auf den bereitgestellten XML-Daten.
Uebung_180: Beispiel für E_REND_3 (Rendezvous von drei Events)¶
Einleitung¶
Diese Übung demonstriert die Synchronisation von Ereignissen mittels eines Rendezvous-Bausteins. Ziel ist es, eine Aktion (das Umschalten eines Ausgangs) erst dann auszuführen, wenn drei separate Eingangsereignisse eingetreten sind. Dies veranschaulicht das Prinzip der Ereignis-Synchronisation in IEC 61499 Steuerungssystemen.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
In dieser SubApplikation werden verschiedene Funktionsbausteine kombiniert, um die Logik abzubilden. Da es sich bei Uebung_180 um einen SubAppType handelt, werden hier die darin enthaltenen internen Bausteine und ihre Konfiguration beschrieben.
Interne Bausteine¶
DigitalInput_CLK_I1, DigitalInput_CLK_I2, DigitalInput_CLK_I3¶
- Typ:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE - Funktion: Stellen die drei notwendigen Eingangssignale bereit, die synchronisiert werden sollen.
- Konfiguration:
Input=Input_I1/Input_I2/Input_I3InputEvent=BUTTON_SINGLE_CLICKQI=TRUE
DigitalInput_R_I4¶
- Typ:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE - Funktion: Dient als zentraler Reset-Eingang für die Schaltung.
- Konfiguration:
Input=Input_I4InputEvent=BUTTON_SINGLE_CLICKQI=TRUE
E_REND_3¶
- Typ:
iec61499::events::E_REND_3 - Funktion: Ein "Rendezvous"-Baustein für drei Ereignisse. Er wartet, bis an allen drei Eingängen (
EI1,EI2,EI3) jeweils ein Ereignis eingetreten ist. Erst wenn alle drei Ereignisse registriert wurden (die Reihenfolge ist dabei irrelevant), feuert der AusgangEO. - Anschlüsse:
- Eingänge
EI1,EI2,EI3verbunden mit den digitalen Eingängen I1, I2 und I3. - Eingang
Rverbunden mit Reset-Eingang I4.
- Eingänge
E_T_FF_SR¶
- Typ:
iec61499::events::E_T_FF_SR - Funktion: Ein Toggle-Flip-Flop (T-FlipFlop) mit Set- und Reset-Eingängen. Bei jedem Ereignis am
CLK-Eingang wechselt der Status des AusgangsQ. - Anschlüsse:
CLKverbunden mit dem Ausgang des Rendezvous-Bausteins.R(Reset) verbunden mit dem Reset-Eingang I4.
DigitalOutput_Q1¶
- Typ:
logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX - Funktion: Steuert den physischen Ausgang basierend auf dem Status des Flip-Flops.
- Konfiguration:
Output=Output_Q1QI=TRUE
Programmablauf und Verbindungen¶
Die Schaltung realisiert eine logische UND-Verknüpfung auf zeitlicher Ebene (Synchronisation):
- Eingabeerfassung: Die drei Eingangsbausteine
DigitalInput_CLK_I1,_I2und_I3senden bei Betätigung (Single Click) einIND-Event. - Rendezvous (Synchronisation): Diese drei Events werden an den Baustein
E_REND_3geleitet.- Der Baustein speichert intern, welche Eingänge bereits betätigt wurden.
- Erst wenn alle drei Eingänge (I1, I2 und I3) mindestens einmal ein Signal gesendet haben, wird das Ausgangsevent
EOdesE_REND_3ausgelöst.
- Verarbeitung (Toggle): Das
EO-Event des Rendezvous-Bausteins triggert denCLK-Eingang desE_T_FF_SR.- Das Flip-Flop wechselt seinen Zustand (von FALSE auf TRUE oder umgekehrt).
- Der neue Zustand
Qwird an den AusgangDigitalOutput_Q1übergeben, wodurch die Lampe (Q1) an- oder ausgeht.
- Reset: Der Eingang
DigitalInput_R_I4ist mit den Reset-Eingängen (R) sowohl desE_REND_3als auch desE_T_FF_SRverbunden.- Ein Signal an I4 löscht den internen Speicher des Rendezvous-Bausteins (es müssen erneut alle 3 Taster gedrückt werden).
- Gleichzeitig wird das Flip-Flop zurückgesetzt, wodurch der Ausgang Q1 sofort auf
FALSE(Aus) schaltet.
Lernziele:
* Verständnis des E_REND-Musters (Warten auf mehrere Ereignisse).
* Kombination von Ereignissteuerung und Zustandsspeicherung (Flip-Flop).
* Implementierung einer zentralen Reset-Logik.
Zusammenfassung¶
Die Übung 180 zeigt eine effektive Methode, um sicherzustellen, dass drei Bedingungen erfüllt (Ereignisse eingetreten) sein müssen, bevor ein Prozessschritt (Umschalten des Ausgangs) ausgeführt wird. Der E_REND_3 Baustein fungiert hierbei als Ereignis-Sammler, während das E_T_FF_SR den aktuellen Status des Ausgangs speichert. Ein globaler Reset ermöglicht das Zurücksetzen der gesamten Logik in den Ausgangszustand.