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Q_NumericValue_PHYSA_LREAL

Q_NumericValue_PHYSA_LREAL


Einleitung

Der Funktionsblock Q_NumericValue_PHYSA_LREAL dient als Kommando zum Ändern eines numerischen Werts im ISOBUS-Kontext (ISO 11783-6). Er nimmt einen physikalischen LREAL-Wert über den ALR-Adapter entgegen und wickelt die eigentliche Verarbeitung über den eingebetteten Baustein Q_NumericValue_PHYS_LREAL ab. Der FB nutzt Adapter-Schnittstellen für die physikalische Werteingabe sowie für die Signalisierung von Über- und Unterschreitungen der zulässigen Bereichsgrenzen.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Name Typ Kommentar
INIT EInit Initialisierung des Bausteins (mit stObj).

Ereignis-Ausgänge

Name Typ Kommentar
INITO EInit Bestätigung der erfolgreichen Initialisierung.
CNF Event Bestätigung der angeforderten Wertänderung (enthält STATUS und s16result).

Daten-Eingänge

Name Typ Kommentar
stObj logiBUS::utils::conversion::phys::NumericObjectPool_S Eigenschaften des Objektpools (ObjID, Skalierung, Offset, Dezimalstellen). Initial: (u16ObjId := ID_NULL, r32Scale := 1.0, i32Offset := 0, u8Decimals := 0).

Daten-Ausgänge

Name Typ Kommentar
STATUS STRING Statusmeldung des Dienstes.
s16result INT Rückgabewert – siehe Q_NumericValue (Ergebnis der Wertänderungsanfrage).

Adapter

Sockets (Eingangsadapter)

Name Typ Kommentar
lrPhys ALR (unidirectional) Eingang für den physikalischen LREAL-Wert (wird über E1 getriggert).

Plugs (Ausgangsadapter)

Name Typ Kommentar
xOver AX (unidirectional) Signalisiert, dass der physikalische Wert die obere ISOBUS-Grenze überschreitet.
xUnder AX (unidirectional) Signalisiert, dass der physikalische Wert die untere ISOBUS-Grenze unterschreitet.

Funktionsweise

  1. Initialisierung (INIT): Der Baustein wird mit den Objektpool-Eigenschaften (stObj) initialisiert. Das Ereignis wird direkt an den inneren Baustein Q_NumericValue_PHYS_LREAL weitergeleitet. Bei erfolgreicher Initialisierung wird INITO ausgelöst.
  2. Wertänderung: Sobald am Adapter lrPhys das Ereignis E1 eintrifft, wird der physikalische LREAL-Wert über die Datenverbindung lrPhys.D1 an den inneren Baustein übergeben und das Ereignis REQ ausgelöst.
  3. Ergebnis: Der innere Baustein führt die eigentliche Verarbeitung durch. Über CNF werden der Status (STATUS) und der Rückgabewert (s16result) ausgegeben. Gleichzeitig kann über die Plugs xUnder und xOver signalisiert werden, ob der eingehende Wert die definierten ISOBUS-Grenzen verletzt.
  4. Die Ausgabeevents des inneren Bausteins (INITO, CNF, xUnder.E1, xOver.E1) werden direkt an die entsprechenden Ausgänge des Q_NumericValue_PHYSA_LREAL weitergeleitet.

Technische Besonderheiten

  • Wrapper-Design: Der Baustein kapselt den Funktionsblock Q_NumericValue_PHYS_LREAL und stellt über Adapter eine komfortablere, physikalische Schnittstelle bereit.
  • Adapterbasierte Kommunikation: Die Werteingabe und Grenzsignalisierung erfolgt über unidirektionale Adapter (ALR, AX), was die Kapselung und Wiederverwendung in unterschiedlichen Kontexten erleichtert.
  • Konfigurierbare Objektpool-Parameter: Über stObj werden Objekt-ID, Skalierung, Offset und Dezimalstellen festgelegt, sodass der Block flexibel auf verschiedene Sensor- oder Aktorwerte angepasst werden kann.
  • Standardkonformität: Der FB ist gemäß ISO 11783-6 (ISOBUS) entwickelt und für landwirtschaftliche Anwendungen optimiert.

Zustandsübersicht

Eine explizite Zustandsmaschine ist im XML nicht abgebildet, da der FB als reines Netzwerk aus einem inneren Baustein realisiert ist. Das typische Verhalten folgt jedoch einem einfachen Ablauf: - Idle – wartet auf INIT. - Initialisiert – nach INIT und vor ersten Wertänderungen. - Verarbeitung – nach E1-Trigger (REQ) bis zum Empfang des CNF-Events. - Abschluss – Ausgabe von STATUS/s16result über CNF, gefolgt von erneuter Bereitschaft.

Anwendungsszenarien

  • ISOBUS-Kommando: Ändern eines Sollwerts (z.B. Drehzahl, Position, Druck) in einem landwirtschaftlichen Steuergerät, wobei der Wert als physikalische Größe (LREAL) vorliegt.
  • Grenzwertüberwachung: Einsatz in Anwendungen, die bei Überschreitung der zulässigen Bereichsgrenzen (z.B. bei Sensordaten) zusätzliche Alarme oder Reaktionen auslösen müssen (über xOver / xUnder).
  • Skalierte Werte: Verwendung von Skalierungs- und Offsetparametern, um rohe ISOBUS-Werte in benutzerfreundliche physikalische Einheiten umzurechnen.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Im direkten Vergleich zum inneren Baustein Q_NumericValue_PHYS_LREAL bietet der Q_NumericValue_PHYSA_LREAL eine höhere Abstraktionsebene: - Statt direkter Ein-/Ausgangssignale wird die Kommunikation über Adapter realisiert – dies erlaubt eine lose Kopplung in modularen Steuerungsarchitekturen. - Der äußere FB fügt keine eigenständige Logik hinzu, sondern vereinfacht die Einbindung durch die adapterbasierte Schnittstelle (z.B. ALR-Eingang). - Anders als reine Funktionsblöcke mit festen Datenports kann Q_NumericValue_PHYSA_LREAL flexibel an verschiedene Umgebungen angepasst werden, ohne die Signalwege im Netzwerk ändern zu müssen.

Fazit

Der Q_NumericValue_PHYSA_LREAL ist ein praktischer Wrapper-Baustein, der die physikalische Wertänderung im ISOBUS-Kontext über Adapter vereinfacht. Er kombiniert die bewährte Logik von Q_NumericValue_PHYS_LREAL mit einer komfortablen, adapterbasierten Schnittstelle für LREAL-Eingänge und Grenzsignalisierung. Durch die konfigurierbaren Objektpool-Parameter und die Einhaltung von ISO 11783-6 eignet er sich besonders für den Einsatz in modularen landwirtschaftlichen Steuerungssystemen.