Zum Inhalt

AUDI_TO_AL

AUDI_TO_AL


Einleitung

Der Funktionsblock AUDI_TO_AL ist ein zusammengesetzter (Composite) Baustein, der die Konvertierung eines AUDI-Adapters (Datenformat UDINT) in einen AL-Adapter (Datenformat LWORD) realisiert. Er dient als Schnittstellenwandler zwischen unterschiedlichen Adaptertypen in Automatisierungssystemen, die auf dem Standard IEC 61499 basieren.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Der Baustein besitzt keine eigenen Ereignis-Eingänge. Die ereignisgesteuerte Verarbeitung erfolgt über den AUDI_IN-Socket:
- E1 : Ereignisseingang des AUDI-Adapters – löst die Konvertierung aus.

Ereignis-Ausgänge

Der Baustein besitzt keine eigenen Ereignis-Ausgänge. Die Ergebnisweitergabe erfolgt über den AL_OUT-Plug:
- E1 : Ereignisausgang des AL-Adapters – signalisiert abgeschlossene Konvertierung.

Daten-Eingänge

Der Baustein besitzt keine eigenen Daten-Eingänge. Die zu konvertierenden Daten werden über den AUDI_IN-Socket bereitgestellt:
- D1 : Dateneingang des AUDI-Adapters (Typ: UDINT) – der zu konvertierende Wert.

Daten-Ausgänge

Der Baustein besitzt keine eigenen Daten-Ausgänge. Das konvertierte Ergebnis wird über den AL_OUT-Plug bereitgestellt:
- D1 : Datenausgang des AL-Adapters (Typ: LWORD) – der konvertierte Wert.

Adapter

Name Richtung Typ Beschreibung
AUDI_IN Socket adapter::types::unidirectional::AUDI UDINT-Adapter als Eingangsschnittstelle
AL_OUT Plug adapter::types::unidirectional::AL LWORD-Adapter als Ausgangsschnittstelle

Funktionsweise

Der Baustein bildet eine reine Kapselung der IEC‑61131‑Funktion F_UDINT_TO_LWORD.
Bei einem Ereignis am AUDI_IN.E1 wird der interne Funktionsbaustein Convert (Typ F_UDINT_TO_LWORD) über dessen Ereigniseingang REQ aktiviert. Gleichzeitig wird der an AUDI_IN.D1 anliegende UDINT-Wert an den Dateneingang IN von Convert übergeben. Nach Abschluss der Konvertierung signalisiert Convert über seinen Ereignisausgang CNF die Fertigstellung. Dieses Ereignis wird direkt an AL_OUT.E1 weitergeleitet, und der konvertierte LWORD-Wert wird von Convert.OUT auf AL_OUT.D1 ausgegeben.

Der gesamte Ablauf ist ereignisgesteuert und ohne zusätzliche Laufzeitlogik innerhalb des Composite-Bausteins.

Technische Besonderheiten

  • Der Baustein ist als Composite-Funktionsblock realisiert und verwendet ausschließlich die standardisierte IEC‑61131‑Konvertierungsfunktion F_UDINT_TO_LWORD.
  • Die Konvertierung erfolgt direkt: UDINT (32‑Bit unsigned integer) wird auf LWORD (64‑Bit logical word) abgebildet.
    Hinweis: Bei der Umwandlung eines 32‑Bit‑Werts in ein 64‑Bit‑Wort werden die oberen 32 Bits auf Null gesetzt.
  • Der Baustein ist unter der Eclipse Public License 2.0 lizenziert.
  • Die Schnittstellen (Adapter) sind unidirektional ausgelegt: Der Datenfluss erfolgt nur vom Socket zum Plug.

Zustandsübersicht

Da es sich um einen zusammengesetzten Baustein ohne eigene Zustandsmaschine handelt, besitzt AUDI_TO_AL keinen internen Zustandsautomaten. Das Verhalten wird vollständig durch den verschalteten Funktionbaustein F_UDINT_TO_LWORD bestimmt, der einen einfachen REQ/CNF‑Handshake implementiert.

Anwendungsszenarien

  • Adapter-Konvertierung in IEC‑61499‑Systemen, in denen ein existierender AUDI‑Adapter (UDINT‑basiert) mit einem AL‑Adapter (LWORD‑basiert) verbunden werden muss – z. B. zur Anbindung von Sensordaten an eine 64‑Bit‑Datenverarbeitungskette.
  • Schnittstellenanpassung beim Austausch von Hardwarekomponenten oder bei der Migration von 32‑Bit‑ auf 64‑Bit‑Automatisierungslösungen.
  • Prototypische Umsetzung in der Landtechnik oder anderen Bereichen, in denen die Datenformate UDINT und LWORD gemischt auftreten.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Im Gegensatz zu generischen Konvertern wie UDINT_TO_LWORD (einem atomaren Baustein) bietet AUDI_TO_AL eine vorgefertigte Adapter‑Kopplung, die den Entwickler von der manuellen Verschaltung von Ereignis- und Datenleitungen befreit. Ähnliche Composite-Bausteine existieren z. B. für UDINT_TO_DWORD oder LREAL_TO_LWORD, jedoch spezifisch für andere Zieladapter.

Fazit

Der Funktionsblock AUDI_TO_AL ist ein kompakter, wiederverwendbarer Baustein zur sauberen Trennung von Adaptertypen. Durch die Kapselung der Konvertierung in einem Composite vereinfacht er die Wartbarkeit und Lesbarkeit von Anwendungen, die auf unterschiedlichen Datenformatadaptern basieren.