Uebung_004b2b_sub: Sub-Applikation für ein Toggle-Flip-Flop (E_SWITCH + E_SR)¶
Einleitung¶
Diese Übung implementiert ein Toggle-Flip-Flop (auch bekannt als Umschaltglied) unter Verwendung der Funktionsbausteine E_SWITCH und E_SR. Ziel ist es, den booleschen Ausgang Q bei jedem eingehenden Ereignis IND umzuschalten. Die Realisierung erfolgt als Subapplikation, die als wiederverwendbarer Baustein in übergeordnete Applikationen eingebunden werden kann.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
Sub-Baustein: Uebung_004b2b_sub¶
- Typ: SubAppType (Subapplikation)
- Verwendete interne FBs:
- E_SWITCH_I1:
E_SWITCH- Parameter: keine
- Ereigniseingang:
EI - Ereignisausgänge:
EO0(beiG=FALSE),EO1(beiG=TRUE) - Dateneingang:
G(BOOL) - Datenausgang: keine
- E_SR_I1:
E_SR- Parameter: keine
- Ereigniseingänge:
S(Set),R(Reset) - Ereignisausgang:
EO(wird nach Set/Reset ausgegeben) - Datenausgang:
Q(BOOL, aktueller Zustand)
- Funktionsweise:
Der
E_SWITCHleitet das EingangsereignisINDabhängig vom Wert des DateneingangsGan einen seiner beiden Ereignisausgänge weiter: - Ist
G = FALSE, wird das Ereignis aufEO0(Set) gegeben. - Ist
G = TRUE, wird das Ereignis aufEO1(Reset) gegeben.
Der E_SR reagiert auf die Ereignisse an seinen Set- und Reset-Eingängen:
- Ein Ereignis auf S setzt den Ausgang Q = TRUE.
- Ein Ereignis auf R setzt Q = FALSE.
Der Ausgang Q wird zurück an den Gate-Eingang G des E_SWITCH geführt. Dadurch wird bei jedem neuen Ereignis IND der aktuelle Zustand invertiert – es entsteht ein Toggle-Flip-Flop. Der Ausgang Q wird gleichzeitig an den äußeren Ausgang der Subapplikation weitergeleitet.
Programmablauf und Verbindungen¶
- Initialzustand: Beim Start ist der Ausgang
QdesE_SRzunächstFALSE(Default). - Erstes Ereignis: Ein Ereignis am Eingang
INDerreicht denE_SWITCH. DaG = FALSEist, wird das Ereignis an den Set-EingangSdesE_SRweitergeleitet. DerE_SRsetztQaufTRUEund gibt ein Ereignis am AusgangEOaus (wird an den äußeren AusgangEOder Subapplikation weitergereicht). - Zweites Ereignis: Nun ist
G = TRUE. Das nächsteIND-Ereignis wird daher an den Reset-EingangRgegeben, derQwieder aufFALSEsetzt. Der Vorgang wiederholt sich bei jedem weiteren Ereignis.
Verbindungen im Überblick (intern):
- Ereignisverbindungen:
IND→E_SWITCH.EI
E_SWITCH.EO0→E_SR.S
E_SWITCH.EO1→E_SR.R
E_SR.EO→EO(äußerer Ausgang) - Datenverbindungen:
E_SR.Q→E_SWITCH.G(Rückkopplung)
E_SR.Q→Q(äußerer Ausgang)
Lernziele:
- Verständnis des Toggle-Flip-Flop-Verhaltens.
- Kennenlernen der Funktionsbausteine E_SWITCH (ereignisgesteuerter Multiplexer) und E_SR (Set/Reset-Speicher).
- Erstellung und Nutzung einer Subapplikation in 4diac-IDE.
Schwierigkeitsgrad: Einfach
Vorkenntnisse: Grundlegende Kenntnisse der Ereignissteuerung und Boolescher Logik in 4diac.
Ausführung: Die Subapplikation kann direkt in eine Applikation eingefügt werden. Über den Eingang IND wird getoggelt, der Ausgang Q zeigt den aktuellen Zustand an.
Zusammenfassung¶
Die Übung 004b2b demonstriert die einfache Realisierung eines Toggle-Flip-Flops durch die Kombination der Standardbausteine E_SWITCH und E_SR. Die Rückkopplung des Ausgangs auf den Gate-Eingang des E_SWITCH erzeugt das charakteristische Umschaltverhalten. Die Implementierung als Subapplikation ermöglicht eine saubere Kapselung und Wiederverwendung in komplexeren Steuerungsaufgaben.