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logiBUS_LED_PWM_QXA

logiBUS_LED_PWM_QXA


Einleitung

Der Funktionsblock logiBUS_LED_PWM_QXA ist ein Composite-Baustein zur Steuerung einer PWM-gesteuerten LED über den logiBUS. Er fasst die Konfiguration und Ausgabe eines LED-PWM-Signals zusammen und stellt eine einheitliche Schnittstelle für Initialisierung, Parametrierung und Betrieb bereit.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Ereignis Typ Mit Variablen Beschreibung
INIT EInit QI, PARAMS, Output, FREQ Service-Initialisierung; startet den FB mit den angegebenen Parametern

Ereignis-Ausgänge

Ereignis Typ Mit Variablen Beschreibung
INITO EInit QO, STATUS Bestätigung der erfolgreichen Initialisierung
CNF Event QO, STATUS Bestätigung eines angeforderten Dienstes (z. B. nach Datenanforderung über den Adapter)

Daten-Eingänge

Variable Typ Initialwert Beschreibung
QI BOOL Qualifikator für den Ereigniseingang (Aktivierung)
PARAMS STRING Service-Parameter für die Bus-Konfiguration
Output logiBUS::io::DQ::logiBUS_DO_S Invalid Auswahl des physikalischen Ausgangs Q1..Q8
FREQ UINT LED_OFF Frequenz und Priorität der LED-PWM (z. B. aus Enumeration LED_FREQ)

Daten-Ausgänge

Variable Typ Beschreibung
QO BOOL Qualifikator für den Ereignisausgang (Aktivierungsquittung)
STATUS STRING Dienststatus (Fehler-/Erfolgsmeldung)

Adapter

Adapter Typ Beschreibung
OUT adapter::types::unidirectional::AX Ausgangs-Adapter für die Datenübertragung zur logiBUS-Ressource (über Event E1 und Data D1)

Funktionsweise

Der Baustein ist als Composition realisiert und enthält intern den Sub-FB logiBUS_LED_PWM_QX, der die eigentliche PWM‑Ansteuerung umsetzt.

  1. Initialisierung (INIT):
    Der FB wird durch das Ereignis INIT gestartet. Dabei werden die Parameter QI, PARAMS, Output und FREQ an den Sub-Baustein weitergeleitet. Nach erfolgreicher Initialisierung gibt der Sub-Baustein INITO und die Ausgangsdaten QO und STATUS zurück.

  2. Betrieb:
    Der Adapter OUT empfängt von der Ressource ein Ereignis an E1. Dieses wird als REQ an den Sub-FB durchgeschaltet. Der Sub-FB verarbeitet die Anfrage und sendet über den Adapter-Datenkanal OUT.D1 die Ausgangsdaten (den aktuellen PWM-Wert sowie das Status-Signal) an die Ressource. Die Bestätigung CNF des Sub-FBs wird als CNF des Composite-FBs ausgegeben.

  3. Fehlerbehandlung:
    Treten während der Initialisierung oder im Betrieb Fehler auf, wird der Status über die Variable STATUS gemeldet. Die Ausgangs-Validierung erfolgt über QO.

Technische Besonderheiten

  • Composite-Baustein: Der FB kapselt die Komplexität der PWM-Ausgabe und bietet eine einfache Schnittstelle für den Anwender.
  • Typisierte Ausgangsauswahl: Der Eingang Output vom Typ logiBUS_DO_S erlaubt die explizite Zuordnung zu einem logiBUS-Digitalausgang Q1..Q8. Der Initialwert Invalid erzwingt vor der ersten Nutzung eine gültige Auswahl.
  • Frequenzvorgabe: Über FREQ (Typ UINT) kann die PWM-Frequenz und Priorität definiert werden. Der Initialwert LED_OFF schaltet die LED standardmäßig aus.
  • Adapterbasierte Kommunikation: Der unidirektionale Adapter AX überträgt Ereignisse und Daten zwischen dem FB und der übergeordneten logiBUS-Ressource. Der FB selbst wartet auf externe Anfragen (E1) und liefert Daten zurück.

Zustandsübersicht

Da es sich um einen Composite-Baustein handelt, besitzt er keine expliziten eigenen Zustände. Der interne Sub-FB logiBUS_LED_PWM_QX kann jedoch Zustände wie „Initialisierung“, „Bereit“ oder „Fehler“ durchlaufen. Diese werden indirekt über die Ereignisausgänge und die Statusvariable widergespiegelt:

  • Nach INIT: Der FB befindet sich im initialisierten Zustand (sofern QO = TRUE und STATUS = „OK“).
  • Nach CNF: Eine angeforderte Aktion (z. B. Aufruf über Adapter) wurde bestätigt. Der FB bleibt betriebsbereit.
  • Fehlerzustand: Falls STATUS einen Fehlertext enthält, muss der FB erneut initialisiert werden. Eine Wiederholung des INIT-Ereignisses setzt alle Parameter zurück.

Anwendungsszenarien

  • PWM-gesteuerte Beleuchtung: Einsatz in landwirtschaftlichen Maschinen oder Automatisierungssystemen zur Einstellung der Helligkeit von LED-Arbeitsleuchten.
  • Lichtsignalanlagen: Steuerung mehrerer LED-Ausgänge mit unterschiedlichen Frequenzen (z. B. Blinklicht, Dauerlicht).
  • Dimmen über logiBUS: Einbettung in ein logiBUS-Netzwerk, bei dem die PWM-Werte zentral oder dezentral berechnet werden.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • logiBUS_DO_S (direkter Digitalausgang): Dieser Baustein schaltet nur binäre Ausgänge (Ein/Aus) ohne PWM. logiBUS_LED_PWM_QXA bietet dagegen eine PWM-Funktion für gedimmte LEDs.
  • logiBUS_LED_PWM_QX: Dies ist der interne Sub-Baustein, der die reine PWM-Logik ausführt. Der Composite-FB QXA erweitert ihn um den Adapteranschluss und die Standard-Schnittstellendefinition, was die Integration in höherwertige Steuerungen vereinfacht.
  • Generische PWM-FBs: Im Vergleich zu plattformunabhängigen PWM-Bausteinen ist dieser FB speziell auf die logiBUS-Hardware zugeschnitten und bietet die dort üblichen Parameter und Typen.

Fazit

Der logiBUS_LED_PWM_QXA Funktionsblock kapselt die PWM-Ansteuerung einer LED über logiBUS in einem kompakten Composite-Baustein. Durch die klar definierte Schnittstelle mit Initialisierung, Adapterkommunikation und Statusrückmeldung ist er leicht in Automatisierungsprojekte integrierbar. Die Kombination aus Ausgangsauswahl, Frequenzvorgabe und Fehlerbehandlung macht ihn zu einem robusten Baustein für dimmbare Beleuchtungsaufgaben im industriellen Umfeld.