Uebung_004a2_3b: Toggle Flip-Flop mit IE mit BUTTON_SINGLE_CLICK mit E_MERGE_3 (3 Taster)¶
Einleitung¶
Diese Übung realisiert ein Toggle Flip-Flop (auch als T‑Flipflop bekannt).
Durch einen Tastendruck (Einzelfunktion – BUTTON_SINGLE_CLICK) an einem von drei Tastern (I1, I2 oder I3) wird der angeschlossene Ausgang Q1 jeweils umgeschaltet (ein‑/ausgeschaltet).
Die drei Taster werden über einen E_MERGE_3‑Baustein zusammengeführt, sodass jeder beliebige Tastendruck das Flipflop triggert.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
Die Übung besteht ausschließlich aus primitiven (vordefinierten) Funktionsbausteinen. Es werden keine eigenen Unterbausteine (SubApps) verwendet.
Primitive Funktionsbausteine¶
- DigitalInput_CLK_I1 (Typ:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE) - Parametereinstellungen:
QI=TRUEInput=Input_I1InputEvent=BUTTON_SINGLE_CLICK
- Ereignisausgang:
IND(wird bei Tastendruck ausgelöst) -
Datenausgang: wird nicht verwendet (keine Datenverbindung)
-
DigitalInput_CLK_I2 (Typ:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE) - Parametereinstellungen:
QI=TRUEInput=Input_I2InputEvent=BUTTON_SINGLE_CLICK
-
Ereignisausgang:
IND -
DigitalInput_CLK_I3 (Typ:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE) - Parametereinstellungen:
QI=TRUEInput=Input_I3InputEvent=BUTTON_SINGLE_CLICK
-
Ereignisausgang:
IND -
E_MERGE_3 (Typ:
iec61499::events::E_MERGE_3) - Ereigniseingänge:
EI1,EI2,EI3 -
Ereignisausgang:
EO(wird ausgelöst, sobald eines der Eingangsereignisse eintrifft) -
E_T_FF (Typ:
iec61499::events::E_T_FF) - Ereigniseingang:
CLK(Takt – schaltet bei jedem eingehenden Ereignis um) - Ereignisausgang:
EO(wird bei jedem Toggeln ausgelöst) -
Datenausgang:
Q(logischer Zustand, TRUE oder FALSE) -
DigitalOutput_Q1 (Typ:
logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX) - Parametereinstellungen:
QI=TRUEOutput=Output_Q1
- Ereigniseingang:
REQ(Anforderung zum Setzen des Ausgangs) - Dateneingang:
OUT(Wert, der auf den reellen Ausgang geschrieben wird)
Programmablauf und Verbindungen¶
- Ereignisverkettung
- Die drei Tasterbausteine (
DigitalInput_CLK_I1,I2,I3) erzeugen bei einem Tastendruck (BUTTON_SINGLE_CLICK) ein Ereignis an ihrem AusgangIND. - Diese drei Ereignisse sind mit den drei Eingängen des
E_MERGE_3(EI1 … EI3) verbunden. - Sobald einer der drei Taster gedrückt wird, erzeugt
E_MERGE_3ein Ereignis an seinem AusgangEO. - Dieses Ereignis wird an den Takteingang
CLKdesE_T_FFweitergeleitet. -
Das
E_T_FFtoggelt bei jedem Ereignis: Sein AusgangQwechselt zwischen TRUE und FALSE. Gleichzeitig wird das EreignisEOdes Flipflops ausgelöst. -
Datenverkettung
- Der Zustand des Flipflops (Datenausgang
Q) wird direkt an den DateneingangOUTdes AusgangsbausteinsDigitalOutput_Q1geführt. -
Das Ereignis
EOdes Flipflops löst denREQ‑Eingang des Ausgangsbausteins aus, sodass der aktuelle Wert auf den physikalischen Ausgang Output_Q1 geschrieben wird. -
Zusammenfassung des Ablaufs
- Jeder einzelne Tastendruck (an I1, I2 oder I3) führt zu einer Umschaltung des Ausgangs.
- Dadurch kann der Ausgang mit drei verschiedenen Tastern gesteuert werden (Toggle‑Funktion).
Zusammenfassung¶
Diese Übung veranschaulicht die Kombination von Ereignis- und Datenflüssen in IEC 61499:
- Drei gleichberechtigte Taster werden über einen E_MERGE_3 zu einem gemeinsamen Ereignis zusammengeführt.
- Ein E_T_FF (Toggle‑Flipflop) realisiert die eigentliche Umschaltlogik.
- Der Ausgangsbaustein setzt den physikalischen Ausgang entsprechend dem Flipflop‑Zustand.
Lernziele:
- Verständnis des Zusammenspiels mehrerer ereignisgesteuerter Eingänge.
- Anwendung eines T‑Flipflops als einfachen Zustandsspeicher.
- Praxisnahe Nutzung von logiBUS‑Ein‑ und Ausgangsbausteinen mit BUTTON_SINGLE_CLICK‑Ereignissen.
Schwierigkeitsgrad: Einsteiger
Voraussetzungen: Grundlegende Kenntnisse der IEC 61499‑Ereignissteuerung.