Zum Inhalt

AR_SPLIT_3

AR_SPLIT_3


Einleitung

Der Funktionsbaustein AR_SPLIT_3 dient als generischer Splitter für Adapterverbindungen. Er verteilt einen eingehenden Daten- und Ereignisstrom (über einen AR-Adapter) auf drei separate, identisch strukturierte Ausgangsadapter. Dies ermöglicht eine effiziente Mehrfachnutzung von Informationen in Automatisierungsabläufen, ohne die Logik zu duplizieren.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Keine – der Baustein besitzt ausschließlich Adapter-Schnittstellen. Ereignisse werden implizit über den Socket IN (vom Typ AR) übertragen.

Ereignis-Ausgänge

Keine – Ereignisse werden über die Plugs OUT1, OUT2 und OUT3 (Typ AR) weitergegeben.

Daten-Eingänge

Keine – alle Daten werden über den Adapter IN bereitgestellt.

Daten-Ausgänge

Keine – alle Daten werden über die drei Ausgangsadapter (OUT1, OUT2, OUT3) ausgegeben.

Adapter

Richtung Name Typ Beschreibung
Socket IN adapter::types::unidirectional::AR Eingehender Adapter als Quelle der Daten/Ereignisse.
Plug OUT1 adapter::types::unidirectional::AR Erster ausgehender Adapter (Ziel 1).
Plug OUT2 adapter::types::unidirectional::AR Zweiter ausgehender Adapter (Ziel 2).
Plug OUT3 adapter::types::unidirectional::AR Dritter ausgehender Adapter (Ziel 3).

Funktionsweise

Der Baustein realisiert eine 1:3-Verteilung auf Adapterebene. Ein an IN anliegender AR-Adapter (unidirektional) wird intern auf die drei Ausgangsadapter OUT1, OUT2 und OUT3 aufgeschaltet.
Jedes an IN eingehende Ereignis oder Datenpaket wird gleichzeitig an alle drei Ausgänge weitergeleitet. Die Verteilung erfolgt ohne Verzögerung und ohne Datenveränderung. Der Baustein ist generisch und kann mit beliebigen AR-Adapterprofilen verwendet werden – seine interne Logik passt sich automatisch der Struktur des eingesetzten Adaptertyps an.

Technische Besonderheiten

  • Generischer Typ: Der FB ist als generischer Baustein (GEN_AR_SPLIT) ausgelegt und kann mit unterschiedlichen AR-Adapterdefinitionen (unidirektional) verwendet werden, sofern die Schnittstellen kompatibel sind.
  • Unidirektionale Adapter: Sowohl Eingang als auch Ausgänge sind unidirektional, d.h. die Daten‑/Ereignisrichtung ist fest vorgegeben (vom Sender zum Empfänger). Eine Rückkopplung ist über diesen Baustein nicht möglich.
  • Einfache Skalierung: Die Aufteilung erfolgt ohne zusätzliche Konfiguration. Für andere Anzahlen von Ausgängen können Varianten wie AR_SPLIT_2 oder ein parametrierbarer Splitter (AR_SPLIT_N) eingesetzt werden.
  • Keine Zustandsänderung: Der Baustein besitzt keinen internen Speicher und keine Zustandsmaschine – jedes Ereignis wird sofort und vollständig repliziert.

Zustandsübersicht

Der Baustein ist zustandslos (kombinatorisch). Es gibt keine internen Zustände oder sequenziellen Abläufe. Die Verteilung erfolgt rein durch Verbindung der Adapter‑Signale.

Anwendungsszenarien

  • Verteilen von Sensordaten an mehrere parallele Verarbeitungslogiken (z.B. Auswertung, Visualisierung, Protokollierung).
  • Ansteuern mehrerer Aktorik‑Gruppen mit einem identischen Steuersignal (z.B. parallele Ventil‑ oder Motorsteuerung).
  • Aufteilen eines Steuerungsereignisses in verschiedene Funktionsbausteine, ohne die Quelllogik zu kopieren.
  • Debugging und Monitoring: Ein Signal kann an einen echten Empfänger und parallel an eine Überwachungskomponente geleitet werden.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Baustein Beschreibung
AR_SPLIT_2 Verteilung auf zwei Ausgänge – kompakter für kleinere Anwendungen.
AR_SPLIT_N Verteilung auf eine konfigurierbare Anzahl von Ausgängen (generischer).
AR_CONNECT Einfache 1:1-Verbindung (keine Verteilung).

Im Gegensatz zu dedizierten Splittern mit Daten‑ oder Ereignis‑Ein‑/Ausgängen arbeitet der AR_SPLIT_3 ausschließlich über Adapter, was ihn besonders flexibel und typenunabhängig macht.

Fazit

AR_SPLIT_3 ist ein einfacher, aber nützlicher generischer Funktionsbaustein zur Mehrfachverteilung von Adapter‑Signalen. Er reduziert den Aufwand für die Signalvervielfältigung in IEC 61499‑Applikationen und trägt durch seine generische Natur zur Wiederverwendbarkeit und Übersichtlichkeit von Steuerungslogiken bei. Dank des reinen Adapter‑Ansatzes kann er ohne Modifikation in unterschiedlichste Umgebungen integriert werden.