Der Funktionsblock logiBUS_IBA ist ein zusammengesetzter Baustein (Composite FB) zur Verarbeitung von Byte-Eingabedaten über das logiBUS-Protokoll. Er kapselt die Initialisierung, Konfiguration und Ereignissteuerung eines logiBUS-Eingangsbausteins und stellt die Daten über einen Adapter zur Verfügung. Der Baustein ist für den Einsatz in Steuerungssystemen der Agrartechnik konzipiert.
Der Baustein logiBUS_IBA arbeitet intern mit einer Instanz des Bausteins logiBUS_IB (aus der Bibliothek logiBUS::io::DI). Die Ereignis- und Datenpfade sind wie folgt verknüpft:
Beim INIT-Ereignis werden die Eingänge QI, PARAMS, Input und InputEvent an die entsprechende Initialisierung des internen Bausteins weitergeleitet. Nach Abschluss der Initialisierung wird das Ausgangsereignis INITO gesetzt und die Ausgänge QO und STATUS aktualisiert.
Beim REQ-Ereignis wird der interne Baustein zur Verarbeitung eines Service-Requests angestoßen. Die Verarbeitung hängt vom aktuellen Zustand und den Eingangsparametern ab.
Die vom logiBUS-Eingang gelesenen Daten werden über die Adapterverbindung (IN.E1 und IN.D1) an den Ausgangsadapter IN übergeben. Der Adapter stellt die Daten einem übergeordneten Baustein oder der Ressource bereit.
Fehler- und Statussignale werden über QO und STATUS rückgemeldet.
Composite FB: Der Baustein kapselt die komplexe Initialisierung und Datenbereitstellung eines logiBUS-Eingangs in einer einheitlichen Schnittstelle.
Adapterbasierte Datenausgabe: Die Eingabedaten werden nicht über separate Datenausgänge, sondern über einen unidirektionalen Adapter (Typ AB) ausgegeben. Dies ermöglicht eine flexible Kopplung mit anderen Bausteinen.
Konfigurierbare Eingänge: Über die Parameter Input und InputEvent können der physische Eingang (I1..I8) und das Ereignisverhalten (z. B. Wiederholung) ausgewählt werden.
Lizenz und Herkunft: Der Baustein wird unter der Eclipse Public License 2.0 bereitgestellt und ist für den Einsatz in der Agrartechnik optimiert.
Der Baustein besitzt keine explizit dargestellte Zustandsmaschine, da es sich um einen Composite FB handelt. Das interne Verhalten wird durch den enthaltenen Baustein logiBUS_IB bestimmt, der typischerweise folgende Zustände implementiert:
- IDLE – Warten auf INIT oder REQ
- INIT – Initialisierung mit Parametern
- RUN – Betriebsbereit, Datenverarbeitung aktiv
- ERROR – Fehlerzustand (Statusmeldung über STATUS)
logiBUS_IB: Der innere Baustein ist ein reiner Basic FB; logiBUS_IBA fügt eine Adapter-Ausgabe und eine vereinfachte Ereignissteuerung hinzu.
SYNC/D_SYNC: Diese Bausteine aus der Sync-Bibliothek bieten ähnliche Eingangskonfiguration, jedoch ohne spezifische logiBUS-Protokollunterstützung.
Eingangsadapter generisch: Im Vergleich zu generischen Adaptern bietet logiBUS_IBA eine vordefinierte logiBUS-Konfiguration, was den Entwicklungsaufwand reduziert.
Der logiBUS_IBA ist ein praktischer Composite-FB für die Integration von logiBUS-Eingängen in IEC 61499-basierte Automatisierungssysteme. Durch die Kombination von Initialisierung, Parameterkonfiguration und Adapter-basierter Datenausgabe wird eine saubere und wiederverwendbare Schnittstelle geschaffen. Er eignet sich besonders für Anwendungen in der Agrartechnik, die auf das logiBUS-Protokoll setzen.