Uebung_006f_RS: Exercise for FB_RS_T_FF (Reset-Dominant Toggle Flip-Flop)¶
Einleitung¶
Diese Übung demonstriert die Verwendung eines reset-dominanten Toggle-Flipflops (FB_RS_T_FF) in der 4diac-IDE. Ziel ist es, das Verhalten eines priorisierten Rücksetzeingangs in Kombination mit einem taktgesteuerten Toggle-Mechanismus zu verstehen. Die Eingänge werden über logiBUS-Hardwarekomponenten angeschlossen, die Ausgabe erfolgt über einen digitalen Ausgang.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
Die Übung besteht aus fünf Funktionsbausteinen, die direkt im SubApp-Netzwerk verbunden sind:
| Bausteinname | Typ | Zweck |
|---|---|---|
DigitalInput_S |
logiBUS::io::DI::logiBUS_IX | Digitaler Eingang für den Set-Eingang (S) |
DigitalInput_R |
logiBUS::io::DI::logiBUS_IX | Digitaler Eingang für den Reset-Eingang (R1) |
DigitalInput_CLK |
logiBUS::io::DI::logiBUS_IX | Digitaler Eingang für den Takteingang (CLK) |
RS_T_FF |
logiBUS::bistableElements::FB_RS_T_FF | Reset-dominantes Toggle-Flipflop |
DigitalOutput_Q1 |
logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX | Digitaler Ausgang für das Flipflop-Signal (Q1) |
Details zu den Bausteinen¶
DigitalInput_S, DigitalInput_R, DigitalInput_CLK¶
- Typ: logiBUS::io::DI::logiBUS_IX (Hardware-Eingangsbaustein)
- Parameter:
QI=TRUE(Eingang aktiviert)Input=Input_I1,Input_I2,Input_I3(physische Eingänge)- Ereignisausgang:
IND(wird ausgelöst, wenn sich der Eingangswert ändert) - Datenausgang:
IN(aktueller digitaler Wert des Eingangs)
RS_T_FF¶
- Typ: logiBUS::bistableElements::FB_RS_T_FF
- Parameter: Keine benutzerdefinierten Parameter
- Ereigniseingang:
REQ(startet die Verarbeitung) - Verbunden mit den
IND-Ereignissen aller drei Eingangsbausteine - Ereignisausgang:
CNF(zeigt Abschluss der Verarbeitung an) - Daten-/Eingänge:
S(Set, vonDigitalInput_S.IN)R1(Reset, vonDigitalInput_R.IN)CLK(Takt, vonDigitalInput_CLK.IN)- Datenausgang:
Q1(Ausgangszustand des Flipflops)
DigitalOutput_Q1¶
- Typ: logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX (Hardware-Ausgangsbaustein)
- Parameter:
QI=TRUE(Ausgang aktiviert)Output=Output_Q1(physischer Ausgang)- Ereigniseingang:
REQ(vomCNFdes Flipflops) - Dateneingang:
OUT(vomQ1des Flipflops)
Programmablauf und Verbindungen¶
Der Programmablauf wird durch die physischen Eingänge I1, I2 und I3 gesteuert. Jede Änderung an einem dieser Eingänge führt zu folgenden Schritten:
- Ereignisauslösung: Der betroffene Eingangsbaustein (
DigitalInput_S,DigitalInput_RoderDigitalInput_CLK) sendet einIND-Ereignis. - Ereignisweiterleitung: Alle drei
IND-Ereignisse sind mit demREQ-Eingang des FlipflopsRS_T_FFverbunden. Somit wird das Flipflop bei jeder Änderung eines Eingangs neu berechnet. - Datenverarbeitung im Flipflop:
- Der Set-Eingang
Swird durchDigitalInput_S.IN(I1) gespeist. - Der Reset-Eingang
R1wird durchDigitalInput_R.IN(I2) gespeist. - Der Takteingang
CLKwird durchDigitalInput_CLK.IN(I3) gespeist. - Das Flipflop verhält sich reset-dominant: Wenn
R1 = TRUE, wird der AusgangQ1unabhängig vonSund der Taktflanke zurückgesetzt. BeiR1 = FALSEund positiver Taktflanke aufCLKwird der Ausgang getoggelt, wennS = TRUE. - Ausgabe: Nach der Verarbeitung sendet
RS_T_FFeinCNF-Ereignis an den AusgangsbausteinDigitalOutput_Q1. Der neue ZustandQ1wird auf den physischen Ausgang Q1 übertragen.
Wichtige Hinweise:
- Durch die Ereignisverbindung aller drei IND-Ereignisse auf den gleichen REQ-Eingang wird das Flipflop bei jeder Eingangsänderung neu berechnet, auch wenn der Auslöser kein Taktwechsel ist. Dies kann zu unerwartetem Verhalten führen, wenn die Logik nicht berücksichtigt, dass das Flipflop eigentlich taktgesteuert arbeitet. In der Praxis sollte der Takt separat behandelt werden.
- Die Übung dient dem Verständnis der Priorisierung von Reset vor Toggle in einem reset-dominanten Flipflop.
Zusammenfassung¶
Die Übung Uebung_006f_RS zeigt die Einbindung eines reset-dominanten Toggle-Flipflops in eine 4diac-Anwendung mit logiBUS-Hardware. Die drei Eingänge (Set, Reset, Takt) werden über digitale Eingangsbausteine eingelesen. Der Ausgang des Flipflops steuert einen digitalen Ausgang. Der Ablauf verdeutlicht die Verarbeitung von Ereignisketten und die Funktion eines priorisierten Resets. Als Lernziel steht das Verständnis der Toggle-Logik und der Dominanz des Reset-Signals im Vordergrund.