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AI_TO_AW

AI_TO_AW


Einleitung

Der Funktionsblock AI_TO_AW ist ein Composite-Baustein zur Umsetzung eines INT-Adapters (AI) in einen WORD-Adapter (AW). Er wird verwendet, um die Schnittstelle eines AI-Adapters (Typ INT) auf einen AW-Adapter (Typ WORD) zu konvertieren, damit die Daten und Ereignisse nahtlos zwischen unterschiedlichen Adapter-Typen weitergegeben werden können.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

  • AI_IN.E1 (über Socket AI_IN): Ereigniseingang, der den Konvertierungsvorgang auslöst.

Ereignis-Ausgänge

  • AW_OUT.E1 (über Plug AW_OUT): Ereignisausgang, der nach erfolgreicher Konvertierung aktiviert wird.

Daten-Eingänge

  • AI_IN.D1 (über Socket AI_IN): Dateninput vom Typ INT, der den zu konvertierenden Wert bereitstellt.

Daten-Ausgänge

  • AW_OUT.D1 (über Plug AW_OUT): Datenoutput vom Typ WORD, der das konvertierte Ergebnis liefert.

Adapter

  • AI_IN (Socket): Erwartet einen Adapter vom Typ adapter::types::unidirectional::AI (INT-basiert).
  • AW_OUT (Plug): Stellt einen Adapter vom Typ adapter::types::unidirectional::AW (WORD-basiert) bereit.

Funktionsweise

Der Baustein arbeitet als Kapselung eines einfachen Typkonvertierungs-Funktionsblocks (F_INT_TO_WORD) innerhalb einer Composite-Struktur. Der Ablauf ist wie folgt:

  1. Ein Ereignis am Eingang AI_IN.E1 wird an den internen Baustein F_INT_TO_WORD weitergeleitet.
  2. Gleichzeitig wird der Wert von AI_IN.D1 (INT) an den Eingang IN des Konvertierungsblocks übergeben.
  3. Der interne Baustein führt die Konvertierung von INT nach WORD durch und legt das Ergebnis an seinem Ausgang OUT an.
  4. Nach Abschluss der Konvertierung wird das Ereignis AW_OUT.E1 gesendet und der konvertierte Wert (WORD) an AW_OUT.D1 ausgegeben.

Somit wird die gesamte Adapter-Konvertierung durch ein einzelnes Ereignis gesteuert und die Daten werden automatisch umgesetzt.

Technische Besonderheiten

  • Composite-Baustein: Die Logik ist durch einen internen Subbaustein realisiert, was eine klare Trennung von Konvertierungslogik und Schnittstellenadaptern ermöglicht.
  • Wiederverwendbarkeit: Der Baustein basiert auf dem Standardbaustein iec61131::conversion::F_INT_TO_WORD und kann daher in jeder IEC 61499-konformen Umgebung eingesetzt werden.
  • Lizenz: Der Baustein ist unter der Eclipse Public License 2.0 (EPL-2.0) veröffentlicht.
  • Namensschema: Der Baustein befindet sich im Paket adapter::conversion::unidirectional, was auf seine Funktion als unidirektionale Adapterkonvertierung hinweist.

Zustandsübersicht

Da es sich um einen Composite-Baustein ohne eigene Zustandsmaschine handelt, wird das Zustandsverhalten vollständig durch den internen F_INT_TO_WORD-Baustein bestimmt. Im Wesentlichen gibt es zwei Zustände:

  • Idle: Warten auf ein Ereignis am Eingang AI_IN.E1.
  • Converting: Nach Empfang des Ereignisses wird die Konvertierung ausgeführt. Dabei sind keine Verzögerungen oder Wartezeiten vorgesehen – die Ausgabe erfolgt unmittelbar im selben Zyklus.

Anwendungsszenarien

  • Systemintegration: Wenn ein Subsystem oder eine Komponente Daten über einen INT-Adapter (AI) bereitstellt, aber die Zielkomponente einen WORD-Adapter (AW) erwartet.
  • Protokollanpassung: In Anlagensteuerungen, bei denen Sensordaten als INT geliefert werden, aber die Kommunikationsschnittstelle auf WORD-Basis arbeitet.
  • Typkonvertierung in Adapterketten: Der Baustein kann als Teil einer Adapterkette verwendet werden, um unterschiedliche Adapter-Typen zu verbinden, ohne dass manuelle Konvertierung notwendig ist.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Es existieren weitere Adapter-Konvertierungsbausteine wie z.B. WORD_TO_INT oder REAL_TO_DINT – jedoch fokussiert sich AI_TO_AW speziell auf die Adapter-Umwandlung von INT (AI) nach WORD (AW). Im Gegensatz zu einfachen Typkonvertierungsbausteinen (z.B. F_INT_TO_WORD) integriert dieser Baustein die Adapterschnittstellen direkt, sodass der Entwickler keine separate Adapter-Instanzierung vornehmen muss.

Fazit

Der AI_TO_AW-Funktionsblock bietet eine einfache und robuste Lösung zur Konvertierung eines INT-Adapters in einen WORD-Adapter. Durch die Composite-Struktur bleibt die Logik überschaubar und erweiterbar. Der Baustein eignet sich besonders für Szenarien, in denen unterschiedliche Adapter-Typen in einer IEC 61499-Applikation harmonisiert werden müssen, und reduziert den Implementierungsaufwand für derartige Konvertierungen erheblich.