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ATM_DEMUX_2

ATM_DEMUX_2


Einleitung

Der Funktionsbaustein ATM_DEMUX_2 realisiert einen generischen Demultiplexer für ATM‑Signale. Er verteilt ein an seinem Eingang anliegendes ATM‑Signal wahlweise an einen von zwei Ausgängen. Die Auswahl des Zielausgangs erfolgt über einen ganzzahligen Index, der beim Aufruf übergeben wird.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Name Typ Kommentar
REQ Event Set Index K, löst die Demultiplex‑Operation aus.

Ereignis-Ausgänge

Name Typ Kommentar
CNF Event Bestätigung, dass die Index‑Setzung und Weiterleitung abgeschlossen ist.

Daten-Eingänge

Name Typ Kommentar
K UINT Index, welcher Ausgang (1 oder 2) mit dem Eingangssignal verbunden werden soll.

Daten-Ausgänge

Keine eigenständigen Datenausgänge; die Signale werden über die Adapter‑Ausgänge bereitgestellt.

Adapter

Richtung Name Typ Kommentar
Plug (Ausgang) OUT1 adapter::types::unidirectional::ATM Erster ATM‑Ausgangskanal.
Plug (Ausgang) OUT2 adapter::types::unidirectional::ATM Zweiter ATM‑Ausgangskanal.
Socket (Eingang) IN adapter::types::unidirectional::ATM ATM‑Eingangssignal, das demultiplext wird.

Funktionsweise

Der Baustein arbeitet als 1‑zu‑2‑Demultiplexer für ATM‑Signale. Bei einem Ereignis am REQ‑Eingang wird der am Daten‑Eingang K (Datentyp UINT) übergebene Index ausgewertet. Mögliche Werte von K sind:

  • 1 → Das am Socket IN anliegende Signal wird an den Plug OUT1 weitergeleitet.
  • 2 → Das Signal wird an den Plug OUT2 weitergeleitet.

Nach erfolgreicher Umschaltung wird das Ereignis CNF ausgegeben. Das zugrunde liegende ATM‑Protokoll wird durch die Adapter‑Typdefinition adapter::types::unidirectional::ATM bereitgestellt.

Technische Besonderheiten

  • Generischer Aufbau: Der Baustein ist als generischer Funktionsbaustein (GenericClassName = 'GEN_ATM_DEMUX') deklariert. Dadurch kann er in verschiedenen Ausprägungen (z. B. als ATM_DEMUX_N mit mehr als zwei Ausgängen) durch Vererbung oder Parametrisierung abgeleitet werden.
  • Adapter‑basierte Kommunikation: Die Ein‑ und Ausgänge sind als Adapter (Plug/Socket) definiert. Dies ermöglicht eine flexible Kopplung mit anderen Bausteinen desselben Protokolls, ohne auf direkte DataConnections angewiesen zu sein.
  • Minimale Zustandslogik: Der Baustein besitzt kein explizites Zustandsdiagramm (ECC); die Logik beschränkt sich auf die unmittelbare Umsetzung der Index‑Weiche.

Zustandsübersicht

Der Baustein implementiert eine triviale endliche Zustandsmaschine, die in der Service‑Sequenz abgebildet wird:

  1. Warten auf REQ‑Ereignis.
  2. Bei REQ wird der Index K ausgewertet und die entsprechende Verbindung hergestellt.
  3. Nach der Umschaltung wird CNF ausgegeben.
  4. Rückkehr in den Wartezustand.

Anwendungsszenarien

  • Routing von ATM‑Strömen: Verteilung eines eingehenden ATM‑Signals auf zwei verschiedene Verarbeitungspfade (z. B. Überwachung und Datenanalyse).
  • Test- und Simulationsumgebungen: Gezielte Zuschaltung von Prüfsignalen auf einen von zwei Ausgängen.
  • Redundanzschaltungen: Umschalten zwischen einem primären und einem sekundären Pfad in Abhängigkeit eines Steuerindex.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Baustein Eigenschaft
ATM_DEMUX_2 Spezifisch für 2‑Ausgangs‑Demultiplex, generisch erweiterbar.
ATM_SWITCH_2 Realisiert eine 2‑zu‑1‑Multiplex‑Funktion (Auswahl eines von zwei Eingängen).
DEMUX (allgemein) Oft als reiner Daten‑Demultiplexer ohne Adapter‑Protokoll, ereignisgesteuert.

Der ATM_DEMUX_2 hebt sich durch die Integration des ATM‑Adapter‑Protokolls und die generische Architektur hervor.

Fazit

Der Funktionsbaustein ATM_DEMUX_2 bietet eine kompakte, wiederverwendbare Lösung zur Demultiplexierung von ATM‑Signalen in der Automatisierungstechnik. Durch den generischen Aufbau und die Adapter‑Schnittstellen ist er leicht an unterschiedliche Kanalanzahlen anpassbar und eignet sich für modulare Steuerungssysteme nach IEC 61499.