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ALR_MUX_4

ALR_MUX_4


Einleitung

Der Funktionsbaustein ALR_MUX_4 realisiert einen 4‑Kanal‑Multiplexer für Daten des Typs ALR. Er wählt aus vier Adapter‑Eingängen (IN1IN4) einen aus und leitet dessen Signal an den Adapter‑Ausgang OUT weiter. Die Auswahl erfolgt über den ganzzahligen Index K (0‑basiert). Der Baustein ist als generischer FB (GEN_ALR_MUX) implementiert und über Adapter‑Schnittstellen mit der Umgebung verbunden.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Name Typ Beschreibung
REQ Event Setzt den Index K und löst die Weiterleitung des entsprechenden Eingangs aus.

Ereignis-Ausgänge

Name Typ Beschreibung
CNF Event Bestätigung, dass die Auswahl gemäß K erfolgt ist.

Daten-Eingänge

Name Datentyp Beschreibung
K UINT Index des zu multiplexenden Eingangs (0 … 3).

Daten-Ausgänge

Der Baustein besitzt keine eigenständigen Datenausgänge – die Ausgangsdaten werden über den Adapter‑Plug OUT bereitgestellt.

Adapter

Richtung Name Typ Beschreibung
Plug (Ausgang) OUT adapter::types::unidirectional::ALR Adapter, der die Daten des ausgewählten Eingangs liefert.
Socket (Eingang) IN1 adapter::types::unidirectional::ALR Erster Daten‑Adapter (Index 0).
Socket (Eingang) IN2 adapter::types::unidirectional::ALR Zweiter Daten‑Adapter (Index 1).
Socket (Eingang) IN3 adapter::types::unidirectional::ALR Dritter Daten‑Adapter (Index 2).
Socket (Eingang) IN4 adapter::types::unidirectional::ALR Vierter Daten‑Adapter (Index 3).

Funktionsweise

Sobald am Ereigniseingang REQ ein Signal anliegt, liest der Baustein den aktuellen Wert von K aus. Dieser ganzzahlige Wert (0 … 3) bestimmt, welcher der vier Adapter‑Eingänge (IN1 für K=0, IN2 für K=1, IN3 für K=2, IN4 für K=3) zum Ausgang OUT durchgeschaltet wird. Unmittelbar nach dem Durchschalten wird der Ereignisausgang CNF gesetzt, um den erfolgreichen Abschluss der Operation zu signalisieren.

Die Datenübertragung erfolgt vollständig über die Adapter‑Schnittstellen; der Baustein selbst besitzt keine direkten Datenfelder für die zu multiplexenden Werte.

Technische Besonderheiten

  • Adapterbasierte Ein-/Ausgabe: Der FB arbeitet ausschließlich mit Adaptern des Typs ALR. Dies ermöglicht eine lose Kopplung zwischen den Kommunikationspartnern und eine einfache Wiederverwendung der Multiplexer‑Funktion.
  • Generische Implementierung: Durch die Zuordnung der generischen Klasse GEN_ALR_MUX kann der FB für verschiedene Adapter‑Typen oder Kanalzahlen angepasst werden, sofern die Schnittstellen kompatibel sind.
  • Keine Zustandsmaschine: Die Logik ist rein kombinatorisch (Ereignis‑getriggert) und benötigt keinen internen Zustand.

Zustandsübersicht

Der Baustein besitzt keine explizite Zustandsmaschine (ECC). Die Verarbeitung erfolgt ereignisgesteuert: Ein Impuls an REQ führt direkt zur Auswahl und zur Ausgabe von CNF.

Anwendungsszenarien

  • Umschaltung von Sensordaten in einer landwirtschaftlichen Steuerung, bei der je nach Betriebsmodus unterschiedliche ALR‑Datenquellen (z. B. Füllstand, Temperatur) an eine zentrale Auswertung weitergeleitet werden.
  • Test‑ und Simulationsumgebungen, in denen verschiedene ALR‑Signale gezielt auf einen gemeinsamen Bus geschaltet werden müssen.
  • Redundante Systeme, bei denen bei Ausfall einer Quelle automatisch auf eine Reserve umgeschaltet wird (durch Änderung des Index K).

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • Einfache 2‑Kanal‑Multiplexer besitzen nur zwei Eingänge und benötigen z. B. einen booleschen Selektor.
  • Im Gegensatz zu schaltbaren Verbindungsbausteinen (z. B. MUX mit ANY‑Typen) arbeitet ALR_MUX_4 ausschließlich mit einem festen Adapter‑Protokoll und ist daher für standardisierte ALR‑Daten optimiert.
  • Verglichen mit einem 16‑Kanal‑Multiplexer bietet dieser Baustein eine kleinere, auf vier Kanäle beschränkte Auswahl, was die Komplexität reduziert und die Wartbarkeit erhöht.

Fazit

Der ALR_MUX_4 ist ein kompakter, ereignisgesteuerter Multiplexer für vier ALR‑Adapter‑Eingänge. Seine adapterbasierte Schnittstelle und die parametrisierbare Indexauswahl machen ihn zu einem flexiblen Werkzeug für die Signalkanal‑Umschaltung in industriellen Steuerungssystemen. Die einfache Handhabung (ein Ereignis, ein Index) erlaubt eine schnelle Integration in bestehende Automatisierungslösungen.