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Uebung_001c3: DigitalInput_I1 auf DigitalOutput_Q1 --> Eingang abfragen bei Boot.

Uebung_001c3_network


Einleitung

Diese Übung demonstriert das Auslesen eines digitalen Eingangs (Input I1) und die direkte Ausgabe auf einen digitalen Ausgang (Output Q1) beim Hochfahren der Steuerung.
Besonderheit ist die Nutzung einer Negation des Eingangssignals sowie einer speziellen Ereignisverbindung, die den Ausgang beim Booten auf TRUE setzt.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

  • DigitalInput_I1 (Typ: logiBUS::io::DI::logiBUS_IX)
  • Parameter: QI = TRUE, Input = Input_I1
  • Stellt den physikalischen digitalen Eingang I1 bereit. Die Datenbereitstellung erfolgt über den Ereignisausgang IND (bei neuer gültiger Eingangsinformation) und INITO (Initialisierung beim Start).
  • F_NOT_BOOL (Typ: iec61131::bitwiseOperators::F_NOT_BOOL)
  • Parameter: keine
  • Führt eine logische Negation (NOT) des Booleschen Eingangssignals durch.
  • DigitalOutput_Q1 (Typ: logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX)
  • Parameter: QI = TRUE, Output = Output_Q1
  • Steuert den physikalischen digitalen Ausgang Q1. Der Ausgangswert wird nur bei einem REQ-Ereignis übernommen.

Programmablauf und Verbindungen

Der Ablauf wird durch die Ereignis- und Datenverbindungen im SubApp-Netzwerk definiert:

  1. Initialisierung
  2. Beim Booten sendet DigitalInput_I1 das Ereignis INITO an seinen eigenen REQ-Eingang. Dies bewirkt ein einmaliges Einlesen des Eingangs direkt nach dem Start.

  3. Eingangslesen und Negation

  4. Jedes Mal, wenn ein neuer Wert am Eingang anliegt, sendet DigitalInput_I1 das Ereignis IND.
  5. Das Ereignis IND (sowie CNF) ist mit dem REQ-Eingang von F_NOT_BOOL verbunden.
  6. Gleichzeitig wird der Datenwert IN (vom Eingang) auf den IN-Eingang von F_NOT_BOOL übertragen. Wichtig: Diese Datenverbindung ist mit der Eigenschaft Negated = true versehen, was eine Negation auf Verbindungsebene bewirkt. Dadurch wird der Eingangswert bereits vor der NOT-Operation invertiert.

  7. Ausgabe

  8. Nach der Berechnung sendet F_NOT_BOOL das Ereignis CNF an den REQ-Eingang von DigitalOutput_Q1.
  9. Der negierte Datenwert OUT von F_NOT_BOOL wird auf den Dateneingang OUT des Ausgangsbausteins gelegt.
  10. Durch die erste Initialisierung (INITO -> REQ) ist der Ausgang nach dem Boot sofort aktiv (TRUE) – ohne diese Verbindung wäre er FALSE.

Besonderheiten:
- Die Kombination aus Negation auf der Datenverbindung und dem NOT-Baustein führt zu einer doppelten Negation, wodurch der Eingangswert unverändert am Ausgang anliegt.
- Die Verbindung INITO -> REQ stellt sicher, dass der Ausgang beim Start einen definierten Zustand (TRUE) annimmt, auch wenn noch kein gültiger Eingangswert vorliegt.

Zusammenfassung

Die Übung zeigt die grundlegende Verknüpfung eines digitalen Eingangs mit einem Ausgang unter 4diac.
Durch die Verwendung von Negation und Initialisierungsereignissen wird das Verhalten beim Hochfahren gesteuert. Der Lernende versteht, wie Ereignis- und Datenflüsse in einer IEC 61499-Anwendung aufgebaut werden und wie man mit Negation auf Verbindungsebene arbeitet.