Uebung_011b1_PHYSA: Numeric Value Input ADD with Physical Values¶
Einleitung¶
Diese Übung demonstriert die Verarbeitung von physikalischen Messwerten (z.B. Spannung, Strom, Drehzahl) durch eine arithmetische Operation. Zwei Eingangswerte aus definierten physikalischen Quellen werden mittels eines Additionsbausteins verknüpft und das Ergebnis an einen physikalischen Ausgang weitergegeben. Der Fokus liegt auf der korrekten Verdrahtung der Adapter-Schnittstellen zwischen den Funktionsbausteinen (FBs) zur Signalkopplung mit realen I/O-Kanälen.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
Die Übung besteht aus vier direkt instanziierten Funktionsbausteinen. Es sind keine weiteren Sub-Bausteine (SubApp) enthalten.
| Name | Typ | Beschreibung |
|---|---|---|
NumericValue_PHYSA_I3 |
isobus::UT::io::NumericValue::NumericValue_PHYSA |
Liest den physikalischen Wert von der Hardwareschnittstelle InputNumber_I3 und stellt ihn als physikalische Größe (rPhys) bereit. |
NumericValue_PHYSA_I4 |
isobus::UT::io::NumericValue::NumericValue_PHYSA |
Gleiche Funktion wie oben, jedoch für die Schnittstelle InputNumber_I4. |
AR_ADD_2 |
adapter::iec61131::arithmetic::AR_ADD_2 |
Führt eine Addition zweier physikalischer Werte durch (IN1 + IN2) und gibt das Ergebnis als OUT aus. |
Q_NumericValue_PHYSA |
isobus::UT::Q::Q_NumericValue_PHYSA |
Schreibt den übergebenen physikalischen Wert auf die Hardwareschnittstelle OutputNumber_N3. |
Parameter der einzelnen Instanzen¶
NumericValue_PHYSA_I3
- QI = TRUE (Aktivierung)
- stObj = InputNumber_I3 (Objektname der Hardwareschnittstelle)
NumericValue_PHYSA_I4
- QI = TRUE
- stObj = InputNumber_I4
Q_NumericValue_PHYSA
- stObj = OutputNumber_N3 (Objektname der Ausgangsschnittstelle)
AR_ADD_2 – keine Parameter gesetzt, alle Werte werden über Adapterverbindungen übergeben.
Programmablauf und Verbindungen¶
Das Netzwerk verbindet die Bausteine ausschließlich über Adapter-Kanäle (Typ AdapterConnections). Der Datenfluss ist linear:
-
Eingangsmanagement:
Die FunktionsbausteineNumericValue_PHYSA_I3undNumericValue_PHYSA_I4lesen kontinuierlich die physikalischen Istwerte ihrer jeweiligen Hardware‑Kanäle (InputNumber_I3,InputNumber_I4) und stellen diese an ihrem Adapter‑AusgangrPhysbereit. -
Arithmetische Verknüpfung:
Der BausteinAR_ADD_2empfängt die beiden physikalischen Werte über die AdaptereingängeIN1(vonNumericValue_PHYSA_I3.rPhys) undIN2(vonNumericValue_PHYSA_I4.rPhys) und addiert sie. Das Ergebnis wird am Adapter‑AusgangOUTausgegeben. -
Ausgabe:
Der Adapter-AusgangAR_ADD_2.OUTist mit dem Adapter-EingangQ_NumericValue_PHYSA.rPhysverbunden. Der Ausgangsbaustein übernimmt diesen Wert und schreibt ihn auf die Hardware‑SchnittstelleOutputNumber_N3.
Die Verbindungen im Detail:
- NumericValue_PHYSA_I3.rPhys → AR_ADD_2.IN1
- NumericValue_PHYSA_I4.rPhys → AR_ADD_2.IN2
- AR_ADD_2.OUT → Q_NumericValue_PHYSA.rPhys
Zusammenfassung¶
Die Übung Uebung_011b1_PHYSA veranschaulicht den Aufbau einer typischen Messwertverarbeitungskette in der 4diac‑IDE unter Einbeziehung physikalischer I/O‑Kanäle. Sie zeigt, wie zwei analoge Eingangswerte (z.B. Spannungen) aus unterschiedlichen Kanälen eingelesen, addiert und auf einen analogen Ausgang geschrieben werden. Die komplette Signalverkettung erfolgt ausschließlich über Adapterverbindungen – ein wesentliches Konzept für modulare und hardwareunabhängige Automatisierungslösungen.
Lernziele:
- Verständnis der Adapter‑Schnittstellen rPhys und stObj
- Zusammenspiel von Eingabe‑, Rechen‑ und Ausgabebausteinen über Adapterverbindungen
- Umgang mit parametrierbaren I/O‑Objekten (InputNumber_I3, OutputNumber_N3)
- Grundlagen der physikalischen Wertverarbeitung im 4diac‑Umfeld