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AUI_TO_AW

AUI_TO_AW


Einleitung

Der Funktionsblock AUI_TO_AW ist ein zusammengesetzter (Composite) Baustein, der einen AUI-Adapter (Datentyp UINT) in einen AW-Adapter (Datentyp WORD) umwandelt. Er kapselt die Typkonvertierung und stellt sie als einheitliche Adapterschnittstelle zur Verfügung, sodass Systemkomponenten mit unterschiedlichen Datentypen nahtlos miteinander verbunden werden können.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Name Typ Kommentar
AUI_IN.E1 Ereignis (über Adapter) Trigger zur Konvertierung des eingehenden UINT-Wertes

Ereignis-Ausgänge

Name Typ Kommentar
AW_OUT.E1 Ereignis (über Adapter) Bestätigung, dass der konvertierte WORD-Wert bereitgestellt wurde

Daten-Eingänge

Name Datentyp Kommentar
AUI_IN.D1 UINT (über Adapter) Der zu konvertierende Eingangswert

Daten-Ausgänge

Name Datentyp Kommentar
AW_OUT.D1 WORD (über Adapter) Der konvertierte Ausgangswert

Adapter

Richtung Name Typ Kommentar
Socket (Eingang) AUI_IN adapter::types::unidirectional::AUI UINT‑Adapter als Quelle
Plug (Ausgang) AW_OUT adapter::types::unidirectional::AW WORD‑Adapter als Senke

Funktionsweise

Der Baustein reagiert auf ein Ereignis am Socket AUI_IN.E1. Daraufhin wird der aktuelle Wert von AUI_IN.D1 (Datentyp UINT) an den internen Konvertierungsbaustein F_UINT_TO_WORD weitergeleitet. Dieser wandelt den Wert nach IEC 61131 in den Datentyp WORD um. Sobald die Konvertierung abgeschlossen ist, wird der Ergebniswert an den Plug AW_OUT.D1 übergeben und ein Bestätigungsereignis auf AW_OUT.E1 ausgelöst.

Das Zusammenspiel von Ereignis- und Datenfluss sorgt für eine sichere und deterministische Datenweitergabe.

Technische Besonderheiten

  • Composite‑Aufbau: Der Baustein kapselt die komplette Umwandlungslogik in einem einzigen Funktionsblock, sodass in der Anwendung keine weiteren Konvertierungsschritte nötig sind.
  • Typkonvertierung: Die Konvertierung erfolgt mittels des standardisierten IEC‑61131‑Bausteins F_UINT_TO_WORD. UINT und WORD sind bitkompatibel, sodass keine Datenverluste auftreten.
  • Adapter‑Schnittstelle: Durch die Nutzung von Adaptern wird eine lose Kopplung der Komponenten erreicht. Der Baustein kann direkt in Adapter‑basierte Netzwerke eingefügt werden.
  • Keine Zustände: Der Baustein besitzt kein eigenes Zustandsverhalten (ECC). Er arbeitet rein ereignisgesteuert und führt bei jedem Trigger eine sofortige Umwandlung durch.

Zustandsübersicht

Der Baustein enthält keinen eigenen Zustandsautomaten (ECC). Die Ablaufsteuerung erfolgt allein durch die Ereignisverbindungen im Composite‑Netzwerk. Nach dem Start ist der Baustein sofort bereit, eingehende Ereignisse zu verarbeiten und die Konvertierung durchzuführen.

Anwendungsszenarien

  • Adapter‑Brücke: Wenn ein Systemteil nur über einen AUI‑Adapter (UINT) kommuniziert, ein anderer Teil jedoch einen AW‑Adapter (WORD) erwartet, kann AUI_TO_AW als Vermittler eingesetzt werden.
  • Daten‑Typanpassung: In Industrie 4.0‑ oder IIoT‑Umgebungen, in denen Geräte unterschiedliche Datentypen verwenden, dient der Baustein zur Harmonisierung der Schnittstellen.
  • Modulare Verkettung: Der Baustein lässt sich einfach in eine Kette von Adaptern einfügen, um die Kompatibilität zwischen Komponenten herzustellen.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • Direkte Nutzung von F_UINT_TO_WORD: Statt des Composite‑Bausteins könnte man direkt F_UINT_TO_WORD verwenden und die Adapter separat miteinander verbinden. Der Composite‑Block vereinfacht die Verkabelung und erhöht die Wiederverwendbarkeit.
  • Analoge Konverter (z. B. AWORD_TO_AUINT): Es existieren entsprechende Bausteine für die umgekehrte Richtung. AUI_TO_AW fokussiert auf die spezifische Umwandlung von UINT zu WORD und bietet eine klar benannte, zielgerichtete Lösung.

Fazit

Der Funktionsblock AUI_TO_AW stellt eine kompakte und robuste Lösung zur Umwandlung eines UINT‑Adapter‑Signals in ein WORD‑Adapter‑Signal dar. Durch die Kapselung der Standardkonvertierung und die Adapter‑Schnittstelle wird die Integration in bestehende Systeme erleichtert und die Lesbarkeit des Netzwerks verbessert. Der Baustein ist ideal geeignet, um Datentypunterschiede zwischen Komponenten auszugleichen, ohne die Übersichtlichkeit der Anwendung zu beeinträchtigen.