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AUS_SPLIT_4

AUS_SPLIT_4


Einleitung

Der Funktionsblock AUS_SPLIT_4 verteilt ein eingehendes AUS-Signal (typischerweise ein binäres Steuersignal für „Aus“) auf vier identische Ausgangssignale. Er dient als generischer Splitter und ermöglicht es, einen einzelnen Befehl oder Zustand an mehrere nachgeschaltete Komponenten weiterzuleiten, ohne dass eine separate Verzweigungslogik erforderlich ist.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Keine.

Ereignis-Ausgänge

Keine.

Daten-Eingänge

Keine.

Daten-Ausgänge

Keine.

Adapter

Der Baustein kommuniziert ausschließlich über Adapter vom Typ adapter::types::unidirectional::AUS. Es handelt sich um einen unidirektionalen Adapter, der ein boolesches Signal (AUS-Kommando) überträgt.

Richtung Name Typ Beschreibung
Socket (Eingang) IN adapter::types::unidirectional::AUS Empfängt das ursprüngliche AUS-Signal.
Plug (Ausgang) OUT1 adapter::types::unidirectional::AUS Erster ausgehender AUS-Pfad.
Plug (Ausgang) OUT2 adapter::types::unidirectional::AUS Zweiter ausgehender AUS-Pfad.
Plug (Ausgang) OUT3 adapter::types::unidirectional::AUS Dritter ausgehender AUS-Pfad.
Plug (Ausgang) OUT4 adapter::types::unidirectional::AUS Vierter ausgehender AUS-Pfad.

Funktionsweise

Der Baustein arbeitet als reine Signalverteilung: Sobald am Socket IN ein AUS-Signal anliegt, wird dieses unverändert an alle vier Plugs (OUT1 bis OUT4) weitergegeben. Es findet keine logische Verarbeitung, Verzögerung oder Zustandsänderung statt. Die Verteilung erfolgt parallel und sofort.

Der generische Charakter des Bausteins (erkennbar am Attribut GenericClassName = 'GEN_AUS_SPLIT') erlaubt die Wiederverwendung in verschiedenen Applikationen, bei denen der gleiche AUS-Signaltyp verwendet wird.

Technische Besonderheiten

  • Lizenz: Der Quellcode unterliegt der Eclipse Public License 2.0 (EPL-2.0).
  • Urheber: Entwickelt von HR Agrartechnik GmbH, Version 1.0 vom 24.01.2025.
  • Generische Implementierung: Der Baustein ist als generischer FB deklariert (GenericClassName = 'GEN_AUS_SPLIT'), was eine einfache Anpassung an verschiedene Signaltypen oder Konfigurationen ermöglicht.
  • Adapterbasiert: Die Kommunikation erfolgt ausschließlich über Adapter, nicht über klassische Ereignis- oder Datenports. Dadurch kann der Baustein in einer adapterbasierten Architektur nahtlos integriert werden.
  • Keine Zustandsmaschine: Es existiert keine interne Zustandslogik – die Verteilung ist rein kombinatorisch.

Zustandsübersicht

Der Baustein besitzt keine Zustandsmaschine. Die Ausgangssignale folgen direkt dem Eingangssignal. Eine grafische Zustandsübersicht entfällt daher.

Anwendungsszenarien

  • Rückkopplung von AUS-Signalen: Ein zentrales „Aus“-Kommando einer Steuerung soll gleichzeitig mehrere Aktoren oder Subsysteme abschalten.
  • Redundante Überwachung: Verteilen eines AUS-Signals an mehrere Überwachungseinheiten, die unabhängig voneinander auf den Befehl reagieren müssen.
  • Modulare Maschinenstruktur: In einer modularen Anlage wird ein einmal erfasstes AUS-Signal über Busse oder Koppelelemente zu mehreren Modulen geführt. AUS_SPLIT_4 ersetzt aufwändige Verdrahtung oder logische ODER-Verknüpfungen.
  • Test und Simulation: Zum gleichzeitigen Ansteuern mehrerer simulierter Komponenten mit demselben Signal.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Baustein Funktion Besonderheit
AUS_SPLIT_2 Verteilt ein AUS-Signal auf zwei Ausgänge Weniger Ports, kompakter.
AUS_SPLIT_4 Verteilt auf vier Ausgänge Dieses FB.
AUS_SPLIT_N Parametrierbarer Splitter (z. B. durch generische Adapterlisten) Flexiblere Anzahl, aber aufwändiger in der Konfiguration.
AUS_MERGE Fasst mehrere AUS-Eingänge zu einem Ausgang zusammen Gegenstück zum Splitter.

Der AUS_SPLIT_4 liegt in der Mitte zwischen einem einfachen 2‑fach-Splitter und einem vollparametrierbaren Splitter. Er ist ideal, wenn exakt vier Ausgänge benötigt werden – ohne zusätzliche Konfiguration.

Fazit

Der AUS_SPLIT_4 ist ein einfacher, aber nützlicher generischer Funktionsblock zur Verteilung eines AUS-Signals auf vier parallele Pfade. Seine adapterbasierte Schnittstelle und die klare Trennung von Logik und Signalweitergabe machen ihn zu einem robusten Baustein in der IEC 61499‑basierten Automatisierung. Dank der generischen Deklaration kann er problemlos in verschiedene Projekte eingebunden und ggf. an eigene Signaltypen angepasst werden.