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logiBUS_IE2A

logiBUS_IE2A


Einleitung

Der Funktionsblock logiBUS_IE2A ist ein Composite‑Baustein (Composite FB) zur Verarbeitung von Ereignissen an Digitaleingängen des logiBUS‑Systems. Er erweitert die Funktionalität des zugrundeliegenden Bausteins logiBUS_IE2 um einen dedizierten Adapter‑Ausgang für Ereignismeldungen und ermöglicht die Übergabe von Parametern wie Langdruckzeiten oder Mehrfachklick‑Zählern. Der Baustein dient als standardisierte Schnittstelle zwischen der logiBUS‑Hardware und einer übergeordneten Steuerungslogik.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

Name Typ Kommentar
INIT EInit Service‑Initialisierung
REQ Event Service‑Anforderung (Service Request)

Ereignis-Ausgänge

Name Typ Kommentar
INITO EInit Initialisierungsbestätigung

Daten-Eingänge

Name Typ Kommentar Initialwert
QI BOOL Ereignis‑Eingangs‑Qualifier
PARAMS STRING Service‑Parameter
Input logiBUS::io::DI::logiBUS_DI_S Identifikation des Digitaleingangs (z. B. Input_I1..I8) logiBUS_DI::Invalid
InputEvent logiBUS::io::DI::logiBUS_DI_Events_S Identifikation des Ereignisses (Down, Up, Single‑Click, Double‑Click, etc.) logiBUS_DI_Events::Invalid
arg UINT Ereignisdaten: Langdruckzeit oder Anzahl Mehrfachklicks (abhängig vom Ereignis) 65535

Daten-Ausgänge

Name Typ Kommentar
QO BOOL Ereignis‑Ausgangs‑Qualifier
STATUS STRING Servicestatus

Adapter

Name Typ Beschreibung
IN adapter::types::unidirectional::AE Unidirektionaler Adapter‑Ausgang für Ereignisse (E1)

Funktionsweise

Der logiBUS_IE2A ist ein reiner Strukturbaustein, der die Logik des internen Bausteins logiBUS_IE2 kapselt.
- Beim Eintreffen eines INIT‑Ereignisses werden die Daten‑Eingänge QI, PARAMS, Input, InputEvent und arg an den internen FB weitergeleitet und dort die Initialisierung durchgeführt. Nach erfolgreicher Verarbeitung wird über den Ausgang INITO eine Bestätigung mit den Ausgangsdaten QO und STATUS zurückgegeben.
- Ein REQ‑Ereignis löst eine erneute Anforderung (z. B. erneute Messung) aus, ohne die Parameter erneut zu setzen.
- Die eigentlichen Ereignismeldungen des Digitaleingangs werden vom internen FB über dessen Ausgänge IND und CNF auf den Adapter‑Ausgang IN.E1 gelegt. Dadurch kann die übergeordnete Applikation auf eingehende Ereignisse reagieren, ohne die internen Details des Bausteins kennen zu müssen.

Die Datenflüsse sind im internen Netzwerk fest verdrahtet und entsprechen dem Protokoll des logiBUS_IE2.

Technische Besonderheiten

  • Composite‑Struktur: Der Baustein enthält keine eigene Zustandsmaschine, sondern delegiert die gesamte Logik an den internen FB logiBUS_IE2.
  • Vordefinierte Initialwerte: Die Eingänge Input und InputEvent sind auf Invalid vorbesetzt, arg auf 65535. Dadurch werden Fehlkonfigurationen vermieden, solange die Parameter nicht explizit gesetzt werden.
  • Adapter‑Ausgang: Die Ereignisausgabe erfolgt über einen unidirektionalen Adapter (AE), der eine lose Kopplung an die aufrufende Applikation ermöglicht.
  • Typ‑Importe: Der Baustein nutzt spezifische Typdefinitionen aus den Paketen logiBUS::io::DI und logiBUS::io::DI::logiBUS_DI_Events, was eine konsistente Nutzung im logiBUS‑Ökosystem sicherstellt.

Zustandsübersicht

Der logiBUS_IE2A besitzt keine eigene Zustandsmaschine (kein ECC). Der interne FB logiBUS_IE2 implementiert die notwendigen Zustände zur Ereigniserkennung und -ausgabe. Aus Sicht des Composite‑Bausteins sind nur die zyklischen Abläufe INIT → INITO sowie REQ → (Ereignisausgabe über Adapter) relevant.

Anwendungsszenarien

  • Taster‑ und Schalterauswertung: Erkennung von einfachen und mehrfachen Klicks sowie langen Druckvorgängen an digitalen Eingängen eines logiBUS‑Moduls.
  • Parametrierbare Ereigniserkennung: Durch den arg‑Eingang können Schwellwerte für Langdruckzeiten oder die Anzahl von Mehrfachklicks dynamisch vorgegeben werden.
  • Integration in übergeordnete Steuerungen: Der Adapter‑Ausgang erlaubt eine saubere Anbindung an Automatisierungssysteme, die über Adapter‑Schnittstellen kommunizieren.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

  • logiBUS_IE2: Dieser Baustein wird im Inneren des logiBUS_IE2A verwendet. Er bietet dieselbe Funktionalität, jedoch ohne den dedizierten Adapter‑Ausgang und ohne die Zusammenfassung der Parameter in einer Composite‑Struktur.
  • logiBUS_IE2S (falls vorhanden): Ein weiterer Baustein derselben Familie, der sich möglicherweise durch zusätzliche Statusausgaben oder andere Ereignisauswahl unterscheidet.
  • Der logiBUS_IE2A zeichnet sich durch seine einfache Konfiguration und die standardisierte Adapter‑Schnittstelle aus, die eine Wiederverwendung in unterschiedlichen Projekten erleichtert.

Fazit

Der logiBUS_IE2A ist ein fertig konfektionierter Composite‑Baustein für die ereignisbasierte Verarbeitung von logiBUS‑Digitaleingängen. Er kombiniert die bewährte Logik des logiBUS_IE2 mit einem Adapter‑Ausgang und parametrierbaren Ereignisdaten. Durch die klare Schnittstelle und die vorgegebenen Initialwerte eignet er sich besonders für modulare und standardisierte Automatisierungslösungen, bei denen eine schnelle Integration und einfache Handhabung im Vordergrund stehen.