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logiBUS_LED_DO_QXA

logiBUS_LED_DO_QXA


Einleitung

Der logiBUS_LED_DO_QXA ist ein zusammengesetzter Funktionsblock (Composite FB), der die Ansteuerung einer einzelnen LED über das logiBUS-System vereinfacht. Er nimmt einen booleschen Wert (z. B. von einer Steuerlogik) entgegen und konfiguriert den gewünschten LED-Ausgang (Q1 – Q8) mit einer einstellbaren Frequenz und Priorität. Der FB kapselt die Kommunikation mit dem zugrunde liegenden Hardwaretreiber und stellt eine standardisierte Schnittstelle zur Verfügung.

Schnittstellenstruktur

Ereignis-Eingänge

  • INIT (EInit): Initialisiert die gesamte Funktionslogik.
    Mitverkabelte Daten: QI, PARAMS, Output, FREQ

Ereignis-Ausgänge

  • INITO (EInit): Bestätigung der erfolgreichen Initialisierung.
    Mitverkabelte Daten: QO, STATUS
  • CNF (Event): Quittierung eines abgeschlossenen Service-Auftrags (z. B. nach einer Wertänderung).
    Mitverkabelte Daten: QO, STATUS

Daten-Eingänge

  • QI (BOOL): Ereignisqualifikator – schaltet die Verarbeitung des Eingangsereignisses frei.
  • PARAMS (STRING): Service-Parameter, typischerweise Adress‑ oder Konfigurationsdaten für den logiBUS‑Knoten.
  • Output (logiBUS::io::DQ::logiBUS_DO_S): Identifikation des physischen Ausgangs (z. B. Q1 … Q8). Initialwert: Invalid.
  • FREQ (UINT): Definiert die gewünschte LED‑Frequenz und Priorität. Initialwert: LED_FREQ::LED_OFF.

Daten-Ausgänge

  • QO (BOOL): Ausgangsqualifikator – gibt den Zustand der letzten Verarbeitung an.
  • STATUS (STRING): Meldung über den aktuellen Dienstzustand (z. B. Fehlercode oder „OK“).

Adapter

  • OUT (adapter::types::unidirectional::AX): Unidirektionaler Adapter zur Übergabe des booleschen Wertes an die Ressource.
  • E1 (Ereignis): Signalisiert eine neue Datenanforderung.
  • D1 (BOOL): Der zu übertragende Wert (LED ein/aus).

Funktionsweise

  1. Initialisierung
    Der FB wird durch ein INIT-Ereignis gestartet. Die mitgelieferten Daten (QI, PARAMS, Output, FREQ) werden an den inneren FB logiBUS_LED_DO_QX weitergeleitet, der die eigentliche logiBUS-Kommunikation durchführt. Bei Erfolg wird INITO mit den Ausgangsdaten QO und STATUS gesendet.

  2. Betrieb
    Nach der Initialisierung wartet der FB auf das Ereignis OUT.E1. Dieses wird von der angeschlossenen Ressource ausgelöst, sobald ein neuer boolescher Wert (OUT.D1) anliegt. Das Ereignis wird als REQ an den inneren Baustein weitergegeben. Dieser aktualisiert daraufhin den LED‑Ausgang gemäß der konfigurierten Output‑Identifikation und der angegebenen FREQ.

  3. Bestätigung
    Nach erfolgreicher Verarbeitung sendet der innere FB ein CNF-Ereignis, das als CNF nach außen gegeben wird. Die Ausgänge QO und STATUS zeigen den aktuellen Zustand an.

Technische Besonderheiten

  • Composite‑FB – Der Baustein vereinfacht die Nutzung des komplexen Treiber-FBs logiBUS_LED_DO_QX durch eine reduzierte Schnittstelle.
  • Adapter‑Gestaltung – Der Adapter OUT ermöglicht eine lose Kopplung zwischen Steuerlogik und Ausgabekanal. Der boolesche Wert wird ereignisgesteuert übergeben.
  • LED‑Frequenz – Der Parameter FREQ nutzt eine vordefinierte Enumeration (LED_FREQ), um Blinkmuster oder Prioritäten festzulegen (z. B. LED_OFF, LED_ON, BLINK_1HZ, …).
  • Fehlerbehandlung – Der Ausgang STATUS gibt detaillierte Meldungen (z. B. von logiBUS::io::DQ::logiBUS_DO::Invalid) zurück.

Zustandsübersicht

Der FB besitzt keine expliziten Zustandsautomaten im XML‑Netzwerk. Die Zustandslogik wird durch das Zusammenspiel von INIT und den Ereignis-/Datenverbindungen realisiert:

  • Ruhezustand – Nach erfolgreicher Initialisierung wartet der FB auf Ereignisse vom Adapter.
  • Verarbeitung – Ein OUT.E1-Ereignis löst eine Aktualisierung des LED-Ausgangs aus.
  • Fehlerzustand – Bei fehlgeschlagener Initialisierung oder Kommunikationsfehler wird STATUS entsprechend gesetzt.

Anwendungsszenarien

  • Land‑ und Agrartechnik – Ansteuerung von Kontrollleuchten an Maschinen, Anzeige von Betriebszuständen über logiBUS.
  • Automatisierung – Einfache Ein‑/Aus‑Signale auf verteilte I/O‑Module, z. B. Schaltschrank‑LEDs.
  • Kabellose Anbindung – Nutzung des logiBUS‑Protokolls zur Überbrückung größerer Distanzen zwischen Steuerung und Aktor.

Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Gegenüber dem direkten Treiber-FB logiBUS_LED_DO_QX bietet logiBUS_LED_DO_QXA eine schlankere Schnittstelle und integriert die Initialisierung in einem Schritt. Andere Composite-FBs der logiBUS_DO‑Familie fokussieren auf digital‑binäre Ausgänge, während dieser Baustein speziell für LED‑Anwendungen (mit Frequenzunterstützung) ausgelegt ist.

Fazit

Der logiBUS_LED_DO_QXA ist ein komfortabler Composite-FB für die LED‑Ausgabe über logiBUS. Er reduziert die Implementierungskomplexität auf wenige Parameter und einen Ereignis‑Adapter. Durch seine klare Struktur eignet er sich besonders für wiederkehrende Schaltaufgaben in verteilten Steuerungen.