Uebung_201b_AX: Interlock: ILOCK_BLOCK_AX (Motor Rechts/Linkslauf via Adapter)¶
Einleitung¶
Diese Übung demonstriert die Steuerung eines Motors mit Rechts- und Linkslauf unter Verwendung einer Interlock-Schaltung (Verriegelung). Der Funktionsbaustein ILOCK_BLOCK_AX verhindert, dass beide Drehrichtungen gleichzeitig aktiv werden. Die Eingangssignale stammen von zwei digitalen Sensoren (I1 und I2) über logiBUS-Digitalsignal-Adapter. Die Ausgänge steuern über logiBUS-Ausgangsbausteine den Motor (Rechtslauf Q5, Linkslauf Q6) sowie einen gemeinsamen Low-Side-Treiber (Q56). Die Signalanpassung wird durch den Sub-Applikationsbaustein AX_2_TO_3 realisiert.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)¶
-
DigitalInput_I1 / DigitalInput_I2
Typ:logiBUS::io::DI::logiBUS_IXA
Parametrisiert mit den physikalischen EingängenInput_I1bzw.Input_I2. Diese Bausteine wandeln die binären Sensorsignale in Adapter-Signale um. -
ILOCK_AX
Typ:logiBUS::signalprocessing::interlock::ILOCK_BLOCK_AX
Zentraler Interlock-Baustein. Er erhält zwei Eingänge (UP_IN,DOWN_IN) und gibt zwei Ausgänge (UP_OUT,DOWN_OUT) weiter – jedoch nur dann, wenn nicht beide Eingänge gleichzeitig aktiv sind. Dadurch wird eine gegenseitige Verriegelung der Drehrichtungen sichergestellt. -
Rechtslauf / Linkslauf
Typ:logiBUS::io::DQ::logiBUS_QXA
Parametrisiert mit den AusgängenOutput_Q5(Rechtslauf) undOutput_Q6(Linkslauf). Diese Bausteine schalten die entsprechenden Motorphasen. -
LowSide_Treiber
Typ:logiBUS::io::DQ::logiBUS_QXA
Parametrisiert mitOutput_Q56. Dieser Ausgang aktiviert den gemeinsamen Low-Side-Schalter (z. B. Masseverbindung für den Motor).
Sub-Bausteine: AX_2_TO_3¶
- Typ:
MyLib::sys::AX_2_TO_3(SubApplikation, keine eigenständige FB-Deklaration) - Verwendete interne FBs: Die interne Struktur ist in dieser Übung nicht weiter aufgeschlüsselt. Es handelt sich um eine logische Umsetzung, die zwei Adapter-Eingänge (
UP_IN,DOWN_IN) in drei Ausgangssignale (UP_OUT,DOWN_OUT,OR_OUT) aufteilt. - Funktionsweise:
UP_IN→UP_OUT(Rechtslauf-Signal)DOWN_IN→DOWN_OUT(Linkslauf-Signal)- Die ODER-Verknüpfung beider Eingänge erzeugt das Signal für den Low-Side-Treiber (
OR_OUT), da der Motor bei jeder Drehrichtung eine gemeinsame Masse benötigt.
Die genaue Logik (z. B. Flankenverarbeitung oder Verzögerung) bleibt dem Hersteller des Sub-Bausteins vorbehalten.
Programmablauf und Verbindungen¶
- Digitale Eingänge: Die Sensoren an
Input_I1undInput_I2werden überDigitalInput_I1undDigitalInput_I2als Adapter-Signale bereitgestellt. - Interlock: Diese Signale gehen an die Adapter-Eingänge
UP_INundDOWN_INdesILOCK_BLOCK_AX. Nur wenn nicht beide gleichzeitig aktiv sind, werden die Signale nachUP_OUTbzw.DOWN_OUTdurchgeschaltet. - Signalumsetzung: Die Ausgänge des Interlock-Bausteins (
UP_OUT,DOWN_OUT) werden mit den entsprechenden Eingängen des Sub-ApplikationsbausteinsAX_2_TO_3verbunden. Dieser wandelt die zwei Adapter-Signale in drei Ausgangssignale: UP_OUT→ Rechtslauf (anRechtslauf.OUT)DOWN_OUT→ Linkslauf (anLinkslauf.OUT)OR_OUT→ Low-Side-Treiber (anLowSide_Treiber.OUT)- Ausgangsbausteine: Die drei logiBUS_QXA-Bausteine setzen die Adapter-Signale in physikalische Ausgänge an
Output_Q5,Output_Q56undOutput_Q6um.
Lernziele:
- Verständnis des Interlock-Prinzips für Motordrehrichtungen
- Umgang mit logiBUS-Ein-/Ausgangsadaptern
- Signalaufbereitung durch Sub-Applikationen
- Fehlervermeidung durch gegenseitige Verriegelung
Hinweise: Die Übung kann in der 4diac-IDE gestartet werden, nachdem die benötigten logiBUS-Bibliotheken importiert wurden. Der gesamte Ablauf ist Echtzeit-fähig und simuliert eine sichere Motorsteuerung.
Zusammenfassung¶
Die Übung Uebung_201b_AX realisiert eine Interlock-gesteuerte Motorsteuerung mit Rechts- und Linkslauf. Kern ist der ILOCK_BLOCK_AX, der eine gleichzeitige Aktivierung beider Drehrichtungen verhindert. Die Adapter-basierten Ein- und Ausgänge werden über logiBUS-Bausteine an die Peripherie angebunden. Ein Sub-Applikationsbaustein (AX_2_TO_3) sorgt für die korrekte Verteilung der Signale auf drei Ausgänge (Rechtslauf, Linkslauf, Low-Side-Treiber). Die Schaltung ist ein einfaches, aber praxisnahes Beispiel für Verriegelungslogik in der Automatisierungstechnik.