ID 26 – Input attributes – ISO 11783-6 – B.14.5

Das Input Attributes Objekt mit der ID 26 dient zur Validierung von Texteingaben. Es legt fest, welche Zeichen ein Bediener in ein verknüpftes Input String Objekt eingeben darf.

Attribute und Record Format (Tabelle B.52)

Die folgende Tabelle beschreibt den Aufbau des Input Attributes Objekts im Objektpool.

AID

Name

Typ

Größe (Bytes)

Bereich / Wert

Record Byte

Beschreibung

-

Object ID

Integer

2

0 – 65534

1 – 2

Eindeutige ID im Objektpool.

[0]

Type

Integer

1

26

3

Objekttyp = Input Attributes.

[1]

Validation type

Integer

1

0 – 1

4

0=Erlaubte Zeichen (Liste), 1=Verbotene Zeichen (Liste).

-

Length

Integer

1

0 – 255

5

Länge des Validierungs-Strings in Bytes.

-

Validation string

String

Length

-

6 …

Liste der Zeichen (8-Bit String).

-

Number of macros to follow

Integer

1

0 – 255

var.

Anzahl der folgenden Makro-Referenzen.

-

Repeat: {Event ID}

Integer

1

0 – 255

var.

Event ID, die das Makro auslöst.

-

{Macro ID}

Integer

1

0 – 255

var.

Makro ID des auszuführenden Makros.

Funktionsweise und Validierung

Das Objekt wirkt als Filter für die Tastatureingabe am VT:

  • Referenzierung: Ein Input String Objekt (ID 8) verweist auf dieses Objekt.

  • Filter-Logik: Wenn der Validation type auf 0 steht, lässt das VT nur die Zeichen zu, die im Validation string enthalten sind. Steht er auf 1, werden alle Zeichen außer den gelisteten akzeptiert.

  • Einschränkung: Dieses Objekt unterstützt ausschließlich 8-Bit Strings. Wenn das verknüpfte Eingabefeld einen WideString verwendet, findet keine Validierung statt.

Ereignisse (Events - Tabelle B.51)

Das Input Attributes Objekt reagiert auf folgende Ereignisse:

  • On Change Value: Wird ausgelöst durch das Kommando Change String Value. Das VT aktualisiert den Validierungs-String.

Bedeutung für die Implementierung

Input Attributes sind ein wichtiges Werkzeug zur Vermeidung von Fehlbedienungen.

  • Beispiel Numerisch: Ein Validierungsstring „0123456789.,“ begrenzt ein Textfeld auf rein numerische Zeichen.

  • Beispiel Sonderzeichen: Verbot von Zeichen wie „;“ oder „‘“, die in Datenbanken oder Dateisystemen Probleme verursachen könnten.

Hinweis: Extended Input Attributes (ID 38)

Für die Validierung von WideStrings (Unicode) muss das Extended Input Attributes Objekt verwendet werden, welches die Definition ganzer Code-Bereiche (Code Planes) erlaubt.


Hinweis: Für detaillierte Spezifikationen zu Datentypen und Nachrichtenformaten wird auf die offizielle ISO 11783-6:2018 verwiesen.