ID 1 – Data mask – ISO 11783-6 – B.2


Die Data Mask (Datenmaske) mit der ID 1 ist das primäre Anzeigeelement für die Benutzeroberfläche einer Arbeitsgruppe. Sie dient als Hauptcontainer für alle visuellen Objekte (Buttons, Zahlenfelder, Grafiken), die dem Bediener auf dem Virtuellen Terminal (VT) angezeigt werden.

Attribute und Record Format (Tabelle B.4)

Die folgende Tabelle beschreibt den Aufbau des Data Mask Objekts im Objektpool.

AID

Name

Typ

Größe (Bytes)

Bereich / Wert

Record Byte

Beschreibung

-

Object ID

Integer

2

0 – 65534

1 – 2

Eindeutige ID im Objektpool.

[0]

Type

Integer

1

1

3

Objekttyp = Data mask.

[1]

Background colour

Integer

1

0 – 255

4

Hintergrundfarbe der Maske.

[2]

Soft Key Mask

Integer

2

0 – 65534, 65535

5 – 6

Objekt-ID der zugehörigen Soft Key Mask (65535 = NULL).

-

Number of objects to follow

Integer

1

0 – 255

7

Anzahl der direkt enthaltenen Objekte.

-

Number of macros to follow

Integer

1

0 – 255

8

Anzahl der folgenden Makro-Referenzen.

-

Repeat: {Object ID}

Integer

2

0 – 65534

9 + …

Objekt-ID eines enthaltenen Objekts.

-

{X Location}

Signed Integer

2

-32768 bis +32767

11 + …

X-Position relativ zur Maske (Pixel).

-

{Y Location}

Signed Integer

2

-32768 bis +32767

13 + …

Y-Position relativ zur Maske (Pixel).

-

Repeat: {Event ID}

Integer

1

0 – 255

var.

(Nach Objekten) Event ID, die das Makro auslöst.

-

{Macro ID}

Integer

1

0 – 255

var.

Makro ID des auszuführenden Makros.

Struktur und Child-Objekte

Die Datenmaske dient als Container für alle sichtbaren Elemente.

  • Objekt-Liste: Jedes Kind-Objekt wird mit seiner ID und seiner Position (X/Y) definiert. Jedes Set aus ID und Position belegt 6 Bytes.

  • Reihenfolge: Objekte werden in der gelisteten Reihenfolge gezeichnet (Z-Order). Höhere Indizes liegen über niedrigeren.

  • Koordinaten: Die Positionierung erfolgt absolut in VT-Pixeln, bezogen auf die obere linke Ecke der Maske (0,0).

Ereignisse (Events - Tabelle B.3)

Die Datenmaske reagiert auf folgende Ereignisse:

  • On Show: Ausgelöst, wenn die Maske sichtbar wird. Das VT zeichnet den Hintergrund, die Kinder und die Soft Key Mask.

  • On Hide: Ausgelöst, wenn die Maske vom Display entfernt wird.

  • On Refresh: Ausgelöst bei Änderungen an Kind-Objekten, die ein Neuzeichnen erfordern.

  • On Change Background Colour: Reaktion auf eine Änderung der Hintergrundfarbe.

  • On Change Soft Key Mask: Reaktion auf den Wechsel der zugewiesenen Soft Key Mask.

  • Pointing Events: press und release bei Touch-Bedienung auf der Maskenfläche.

Verhalten und Einschränkungen

  • Zusammenhang mit Softkeys: Jede Datenmaske „besitzt“ eine Softkey-Maske. Wenn die Datenmaske gewechselt wird, wechselt das VT in der Regel auch das Softkey-Layout.

  • Refresh: Wenn ein untergeordnetes Objekt (Child) geändert wird, sorgt das VT für ein Redraw der betroffenen Bereiche.

  • Sichtbarkeit: Es kann immer nur eine Datenmaske (oder Alarmmaske) pro Arbeitsgruppe aktiv und im Fokus des VT sein.

Bedeutung für die Implementierung

Die Datenmaske ist das Herzstück des HMI-Designs. Entwickler müssen darauf achten, dass die Auflösung der Maske zu den Fähigkeiten des VTs passt (Standard-Mindestauflösung oft 200x200 Pixel, moderne VTs bieten deutlich mehr). Eine effiziente Nutzung von Makros auf Masken-Events (z. B. On Show) kann helfen, Initialisierungen direkt im VT auszuführen.

Weitere Informationen und Beispiele finden sich im ISOBUS Wiki - Data Mask von Tobias Tenberg.


Hinweis: Für detaillierte Spezifikationen zu Datentypen und Nachrichtenformaten wird auf die offizielle ISO 11783-6:2018 verwiesen.