ID 0 – Working set – ISO 11783-6 – B.1


Das Working Set (Arbeitsset) Objekt mit der ID 0 ist das zentrale Verwaltungselement einer Arbeitsgruppe (Working Set) im ISOBUS. Es definiert, wie sich die Arbeitsgruppe gegenüber dem Virtuellen Terminal (VT) präsentiert und welche Maske initial angezeigt wird.

Wichtige Eigenschaften (gemäß ISO 11783-6, Anhang B.1)

Jede Arbeitsgruppe muss genau ein Working Set Objekt in ihrem Objektpool definieren. Nur das VT kann dieses Objekt aktivieren.

Attribute und Record Format (Tabelle B.2)

Die folgende Tabelle beschreibt den Aufbau des Working Set Objekts im Objektpool (Byte-Stream).

AID

Name

Typ

Größe (Bytes)

Bereich / Wert

Record Byte

Beschreibung

-

Object ID

Integer

2

0 – 65534

1 – 2

Eindeutige ID im Objektpool.

[0]

Type

Integer

1

0

3

Objekttyp = Working Set.

[1]

Background colour

Integer

1

0 – 255

4

Hintergrundfarbe.

[2]

Selectable

Boolean

1

0 oder 1

5

0 = FALSE, 1 = TRUE. Gibt an, ob das Working Set vom Bediener ausgewählt werden kann.

[3]

Active mask

Integer

2

0 – 65534

6 – 7

Objekt-ID der Data oder Alarm Mask, die angezeigt wird, wenn das Working Set aktiv ist.

-

Number of objects to follow

Integer

1

1 – 255

8

Anzahl der folgenden Kind-Objekte (Designator). Muss mindestens 1 sein.

-

Number of macros to follow

Integer

1

0 – 255

9

Anzahl der folgenden Makro-Referenzen.

-

Number of languages to follow

Integer

1

0 – 255

10

Anzahl der folgenden Sprachcodes.

-

Repeat: {Object ID}

Integer

2

0 – 65534

11 + …

Objekt-ID eines Kind-Objekts (Teil des Designators). Liste aller Objekte erfolgt vor den Makros.

-

{X Location}

Signed Integer

2

-32768 bis +32767

13 + …

Relative X-Position des Kind-Objekts (Pixel).

-

{Y Location}

Signed Integer

2

-32768 bis +32767

15 + …

Relative Y-Position des Kind-Objekts (Pixel).

-

Repeat: {Event ID}

Integer

1

0 – 255

var.

(Nach den Objekten) Event ID, die das Makro auslöst.

-

{Macro ID}

Integer

1

0 – 255

var.

Makro ID des auszuführenden Makros (oder Referenz auf 16-Bit Makro ID).

-

Repeat: {Language Code}

String

2

-

var.

(Nach den Makros) Zweistelliger Sprachcode gemäß ISO 639 (z.B. „de“, „en“).

Designator (Child-Objekte)

Das Working Set Objekt dient als Container für eine grafische Kennung (Designator), die das Gerät repräsentiert (z. B. Icon und Name).

  • Struktur: Die unter Number of objects to follow angegebene Anzahl von Objekten folgt direkt im Record. Jedes Kind-Objekt wird durch ID, X-Pos und Y-Pos definiert.

  • Platzbeschränkung: Die Gesamtheit dieser Objekte muss in den Bereich eines Softkeys passen. Das VT schneidet alles ab, was über diesen Bereich hinausragt.

  • Koordinaten: Relativ zur oberen linken Ecke des Working Set Objekts.

Makros (Events)

Das Working Set definiert Ereignisse, die Makros auslösen können. Siehe Tabelle B.1 für die Event-Definitionen.

  • On Activate: Ausgelöst bei Auswahl des Working Sets durch den Bediener.

  • On Deactivate: Ausgelöst beim Verlassen des Working Sets.

  • On Change Active Mask: Ausgelöst durch das Kommando Change Active Mask.

Sprachenunterstützung

Die Liste der Sprachcodes (Language Code) informiert das VT, welche Sprachen das Working Set unterstützt. Jeder Code besteht aus 2 ASCII-Zeichen (z.B. „de“, „en“, „fr“). Dies dient der Information; die eigentliche Sprachumschaltung erfolgt durch das Laden entsprechender Sprach-Objekte oder Texte.

Bedeutung für die Implementierung

Das Working Set Objekt ist der „Anker“ einer Applikation auf dem VT. Ohne ein korrekt definiertes Objekt ID 0 kann das VT die Arbeitsgruppe nicht identifizieren oder die erste Maske laden. Entwickler müssen sicherstellen, dass die Active mask AID auf eine gültige Datenmaske im Pool verweist.

Weitere Informationen und Beispiele finden sich im ISOBUS Wiki - Working Set von Tobias Tenberg.


Hinweis: Für detaillierte Implementierungsinformationen zu Datentypen und Nachrichtenformaten wird auf die offizielle ISO 11783-6:2018 verwiesen.