ID 22 – String variable – ISO 11783-6 – B.13.3

Das String Variable Objekt mit der ID 22 dient zur Speicherung von Textzeichenfolgen, die von Anzeige- oder Eingabeobjekten referenziert werden können.

Attribute und Record Format (Tabelle B.44)

Die folgende Tabelle beschreibt den Aufbau des String Variable Objekts im Objektpool.

AID

Name

Typ

Größe (Bytes)

Bereich / Wert

Record Byte

Beschreibung

-

Object ID

Integer

2

0 – 65534

1 – 2

Eindeutige ID im Objektpool.

[0]

Type

Integer

1

22

3

Objekttyp = String Variable.

-

Length

Integer

2

0 – 65535

4 – 5

Maximale feste Länge der Zeichenkette in Bytes.

-

Value

String

Length

-

6 …

String aus Zeichen. Muss mit Leerzeichen aufgefüllt werden, um die Länge zu erreichen.

Funktionsweise und Besonderheiten

Wie die Number Variable ist auch die String Variable ein reines Datenobjekt ohne eigene visuelle Darstellung.

  • Feste Länge: Die Länge der Variable wird bei der Erstellung im Pool festgelegt und kann zur Laufzeit nicht mehr vergrößert werden.

  • Padding: Wenn ein kürzerer String als die definierte Länge gespeichert wird, füllt das VT den Rest automatisch mit Leerzeichen auf.

  • Datentypen: Unterstützt sowohl 8-Bit Zeichen (Standard) als auch WideStrings (für Sonderzeichen). Die Steuerung (ECU) kann den Typ zur Laufzeit zwischen diesen Formaten umschalten.

Referenzierung und Aktualisierung

  • Referenzierung: Objekte wie Input String (ID 8) oder Output String (ID 11) verweisen über ihr Attribut Variable reference auf die ID einer String Variable.

  • Automatisches Redraw: Sobald die ECU den Wert der Variable per Change String Value Kommando ändert, aktualisiert das VT automatisch alle sichtbaren Objekte, die diese Variable nutzen.

Ereignisse (Events - Tabelle B.42)

Das String Variable Objekt reagiert auf folgende Ereignisse:

  • On Change Value: Wird ausgelöst, wenn sich der Wert ändert (durch Change String Value Befehl oder Eingabe des Bedieners). Das VT zeichnet alle Objekte neu, die diese Variable referenzieren.

Bedeutung für die Implementierung

String Variablen sind essenziell für dynamische Texte wie Fehlermeldungen im Klartext, Namen von Arbeitsaufträgen oder Fahrernamen. Da Texteingaben und -änderungen über den CAN-Bus (ISOBUS) ressourcenintensiv sind, sollten String Variablen so kurz wie möglich definiert werden.

Weitere Informationen und Beispiele finden sich im ISOBUS Wiki - String Variable von Tobias Tenberg.


Hinweis: Für detaillierte Spezifikationen zu Datentypen und Nachrichtenformaten wird auf die offizielle ISO 11783-6:2018 verwiesen.