Hier ist die Dokumentation für die Übung 178, basierend auf den bereitgestellten XML-Daten.

Uebung_178: Beispiel für FB_F_TRIG (Falling Edge Detection)

Uebung_178


Einleitung

Die Uebung_178 beschäftigt sich mit der Erkennung von fallenden Flanken in der Signalverarbeitung. Ziel ist es, ein Ereignis genau dann auszulösen, wenn ein Eingangssignal von TRUE (High) auf FALSE (Low) wechselt. Zusätzlich wird dieses Ereignis genutzt, um einen zeitlich begrenzten Impuls zu generieren.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

In dieser Sub-Application werden folgende Funktionsbausteine verwendet:

  • DigitalInput_I1 (logiBUS::io::DI::logiBUS_IX):

    • Dient zum Einlesen des digitalen Signals.

    • Konfiguriert auf den Hardware-Eingang Input_I1.

  • FB_F_TRIG (iec61131::edgeDetection::FB_F_TRIG):

    • Baustein zur Erkennung einer fallenden Flanke (Falling Edge Trigger).

  • E_TP (iec61499::events::timers::E_TP):

    • Ein Impulsgeber (Pulse Timer).

    • Konfiguriert mit einer Zeitdauer (PT) von 1 Sekunde (T#1s).

  • DigitalOutput_Q1 (logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX):

    • Dient zur Ausgabe des digitalen Signals.

    • Konfiguriert auf den Hardware-Ausgang Output_Q1.

Programmablauf und Verbindungen

Der Programmablauf dieser Übung gestaltet sich wie folgt:

  1. Signaleingang: Der Baustein DigitalInput_I1 liest den Status des Hardware-Eingangs Input_I1. Sobald ein Signal anliegt (z.B. ein Taster gedrückt wird) oder sich ändert, wird dies über das Event IND und den Datenanschluss IN weitergegeben.

  2. Flankenerkennung: Das Eingangssignal (IN von DigitalInput_I1) ist mit dem Takteingang (CLK) des FB_F_TRIG verbunden.

    • Der FB_F_TRIG überwacht dieses Signal.

    • Erkennt der Baustein einen Wechsel von High auf Low (z.B. Loslassen eines Tasters), schaltet der Ausgang Q kurzzeitig auf TRUE.

  3. Zeitsteuerung (Impuls): Das Ausgangssignal Q des Flankentriggers ist mit dem Eingang IN des Timers E_TP verbunden.

    • Sobald die fallende Flanke erkannt wurde, startet der Timer E_TP.

    • Der Timer generiert einen Impuls mit der Dauer von 1 Sekunde (definiert durch PT = T#1s).

  4. Signalausgang: Der Ausgang Q des Timers steuert den Eingang OUT des DigitalOutput_Q1.

    • Dies bewirkt, dass der Hardware-Ausgang Output_Q1 (z.B. eine Lampe) für genau 1 Sekunde aktiviert wird, nachdem das Eingangssignal abgefallen ist.

Zusammenfassender Datenfluss: DigitalInput_I1.IN -> FB_F_TRIG.CLK -> FB_F_TRIG.Q -> E_TP.IN -> E_TP.Q -> DigitalOutput_Q1.OUT

Zusammenfassender Ereignisfluss: DigitalInput_I1.IND -> FB_F_TRIG.REQ -> FB_F_TRIG.CNF -> E_TP.REQ -> E_TP.CNF -> DigitalOutput_Q1.REQ

Zusammenfassung

Die Uebung_178 demonstriert die klassische Anwendung einer „Nachlaufsteuerung“ oder Abschaltverzögerung basierend auf einem negativen Signalwechsel. Der Benutzer lernt hierbei die Kombination aus digitaler Signalerfassung, logischer Flankenauswertung mittels FB_F_TRIG und zeitgesteuerter Ausgabe mittels E_TP. Ein praktisches Beispiel wäre ein Licht, das für eine Sekunde aufleuchtet, sobald ein Taster losgelassen wird.