Hier ist die Dokumentation für die Übung 177, basierend auf den bereitgestellten Daten.

Uebung_177: Beispiel für FB_R_TRIG (Rising Edge Detection)

Uebung_177 Bild


Einleitung

Die Uebung_177 demonstriert die Verwendung des FB_R_TRIG Funktionsbausteins zur Erkennung einer steigenden Flanke (Rising Edge Detection). Ziel der Übung ist es, ein Eingangssignal so zu verarbeiten, dass nur der Moment des Einschaltens (Wechsel von FALSE auf TRUE) eine Aktion auslöst. Dieses kurzzeitige Signal wird anschließend genutzt, um einen Timer zu starten, der einen Ausgang für eine definierte Zeit aktiviert.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

In dieser Übung werden folgende Funktionsbausteine innerhalb des Netzwerks verwendet:

  • DigitalInput_I1 (logiBUS::io::DI::logiBUS_IX)

    • Dient als Schnittstelle zum physischen Eingang Input_I1. Er liefert das Eingangssignal für die Flankenerkennung.

  • FB_R_TRIG (iec61131::edgeDetection::FB_R_TRIG)

    • Dies ist der Kernbaustein der Übung. Er überwacht den Eingang CLK. Wenn CLK von FALSE auf TRUE wechselt (steigende Flanke), wird der Ausgang Q für genau einen Zyklus auf TRUE gesetzt.

  • E_TP (iec61499::events::timers::E_TP)

    • Ein Impuls-Timer (Pulse Timer).

    • Parameter: PT ist auf T#1s (1 Sekunde) eingestellt.

    • Erzeugt einen Impuls von 1 Sekunde Länge, sobald der Eingang IN aktiviert wird.

  • DigitalOutput_Q1 (logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX)

    • Dient als Schnittstelle zum physischen Ausgang Output_Q1. Er schaltet den Ausgang basierend auf dem Signal des Timers.

Programmablauf und Verbindungen

Der Ablauf der Steuerung gestaltet sich wie folgt:

  1. Signalerfassung: Der Baustein DigitalInput_I1 liest den Zustand des physikalischen Eingangs (z.B. ein Taster). Das Ereignis IND und der Datenwert IN werden an den Flankenerkennungs-Baustein weitergeleitet.

  2. Flankenerkennung:

    • Der Baustein FB_R_TRIG empfängt das Signal am Eingang CLK.

    • Sobald eine Änderung von 0 auf 1 (Taster wird gedrückt) erkannt wird, setzt FB_R_TRIG seinen Ausgang Q kurzzeitig auf TRUE.

    • Wird der Taster gehalten oder losgelassen (fallende Flanke), bleibt der Ausgang Q auf FALSE.

  3. Zeitsteuerung:

    • Das kurzzeitige Signal von FB_R_TRIG.Q triggert den Eingang IN des Timers E_TP.

    • Der Timer E_TP startet daraufhin einen Impuls. Sein Ausgang Q wird für die Dauer von 1 Sekunde (PT=T#1s) auf TRUE gesetzt, unabhängig davon, ob das Eingangssignal am Taster noch anliegt oder nicht.

  4. Ausgabe:

    • Der Zustand des Timers (E_TP.Q) wird an DigitalOutput_Q1.OUT übergeben.

    • Dies bewirkt, dass der physikalische Ausgang Output_Q1 (z.B. eine Lampe) für genau 1 Sekunde leuchtet, jedes Mal wenn der Eingangstaster neu gedrückt wird.

Verbindungsübersicht:

  • DigitalInput_I1.IND -> FB_R_TRIG.REQ

  • DigitalInput_I1.IN -> FB_R_TRIG.CLK

  • FB_R_TRIG.CNF -> E_TP.REQ

  • FB_R_TRIG.Q -> E_TP.IN

  • E_TP.CNF -> DigitalOutput_Q1.REQ

  • E_TP.Q -> DigitalOutput_Q1.OUT

Zusammenfassung

Diese Übung zeigt eine klassische Anwendung in der Automatisierungstechnik: Das Entkoppeln eines statischen Eingangssignals (Schalterzustand) von der Ausgabelogik durch Flankenerkennung. Durch die Kombination von FB_R_TRIG und E_TP wird sichergestellt, dass der Ausgang Q1 bei jedem Drücken des Tasters I1 exakt für eine Sekunde aktiv ist, selbst wenn der Taster länger gedrückt gehalten wird.