Hier ist die Dokumentation für die Übung 179, basierend auf den bereitgestellten Informationen.
Uebung_179: Beispiel für E_REND_2 (Rendezvous von zwei Events)

Einleitung
Diese Übung demonstriert die Verwendung des Funktionsbausteins E_REND_2 (Event Rendezvous). Ziel ist es, das Konzept der Event-Synchronisation zu verstehen. Ein Rendezvous-Baustein sorgt dafür, dass ein ausgehendes Ereignis erst dann ausgelöst wird, wenn an beiden Eingängen ein Ereignis eingetroffen ist. Dies wird oft verwendet, um zwei parallele Prozesse zu synchronisieren, bevor ein nachfolgender Schritt ausgeführt wird.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)
In dieser Sub-Applikation werden folgende Funktionsbausteine aus der Standard- und logiBUS-Bibliothek verwendet:
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE (3x)
Verwendet als:
DigitalInput_CLK_I1,DigitalInput_CLK_I2,DigitalInput_CLK_I3Funktion: Stellt die physikalischen Eingänge (Taster) I1, I2 und I3 bereit. Konfiguriert auf das Event
BUTTON_SINGLE_CLICK.
iec61499::events::E_REND_2
Verwendet als:
E_REND_2Funktion: Ein Event-Synchronisierungs-Baustein. Er wartet auf Ereignisse an den Eingängen
EI1undEI2. Erst wenn beide Ereignisse eingetroffen sind (unabhängig von der Reihenfolge), wird das AusgangsereignisEOgefeuert. Über den EingangRkann der interne Status zurückgesetzt werden.
iec61499::events::E_T_FF_SR
Verwendet als:
E_T_FF_SRFunktion: Ein Toggle-Flip-Flop (T-Flip-Flop) mit Set- und Reset-Eingängen. Bei jedem Ereignis am Eingang
CLKwechselt der Zustand des AusgangsQ(von TRUE auf FALSE oder umgekehrt).
logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX
Verwendet als:
DigitalOutput_Q1Funktion: Steuert den physikalischen Ausgang Q1 an, um den aktuellen Status anzuzeigen.
Programmablauf und Verbindungen
Der Ablauf der Übung gestaltet sich wie folgt:
Eingänge (Rendezvous):
Der Taster I1 (
DigitalInput_CLK_I1) ist mit dem ersten EreigniseingangEI1desE_REND_2Bausteins verbunden.Der Taster I2 (
DigitalInput_CLK_I2) ist mit dem zweiten EreigniseingangEI2desE_REND_2Bausteins verbunden.Das Drücken von nur einem dieser beiden Taster bewirkt zunächst keine Änderung am Ausgang. Der Baustein „merkt“ sich das Ereignis.
Erst wenn beide Taster (I1 und I2) betätigt wurden (das „Rendezvous“ der Events ist komplett), löst der
E_REND_2das AusgangseventEOaus.
Verarbeitung (Toggle):
Das Ausgangsevent
EOdesE_REND_2ist mit dem TakteingangCLKdesE_T_FF_SRverbunden.Sobald das Rendezvous stattgefunden hat, wird das Flip-Flop getriggert und schaltet den Ausgang Q1 um (Licht an oder aus).
Reset-Funktion:
Der Taster I3 (
DigitalInput_CLK_I3) fungiert als zentraler Reset.Er ist mit dem Reset-Eingang
RdesE_REND_2verbunden. Dies löscht eventuell bereits gespeicherte Einzel-Events (z.B. wenn I1 gedrückt wurde, aber I2 noch fehlt).Gleichzeitig ist I3 mit dem Reset-Eingang
Rdes Flip-FlopsE_T_FF_SRverbunden, wodurch der Ausgang Q1 sofort ausgeschaltet wird (FALSE).
Ausgabe:
Der Datenstatus
Qdes Flip-Flops wird an denDigitalOutput_Q1übertragen und steuert die Hardware-LED/Lampe an.
Zusammenfassung
Die Übung Uebung_179 zeigt anschaulich, wie man zwei unabhängige Ereignisströme synchronisiert. Die Lampe Q1 schaltet ihren Zustand nur um, wenn sowohl Taster I1 als auch Taster I2 betätigt wurden. Mit Taster I3 kann der Prozess jederzeit abgebrochen und der Ausgang zurückgesetzt werden. Dies ist ein grundlegendes Muster für Steuerungen, bei denen zwei Bedingungen (Events) erfüllt sein müssen, um fortzufahren.