Hier ist die Dokumentation für die Übung Uebung_035c im gewünschten Format.
Uebung_035c: Spiegelabfolge V2 mit Schrittkette
(Hier Bild der Übung einfügen, falls vorhanden)
Einleitung
Die Übung Uebung_035c („Spiegelabfolge V2 mit Schrittkette“) demonstriert die Steuerung einer sequenziellen Abfolge (Schrittkette) mit vier Zuständen. Dabei kommen sowohl zeitgesteuerte als auch ereignisgesteuerte Übergänge zum Einsatz. Der aktuelle Status der Schrittkette wird über digitale Ausgänge (LEDs) visualisiert und die Nummer des aktiven Schritts wird auf einer numerischen Anzeige ausgegeben.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)
In dieser Übung werden verschiedene Standard- und Logikbausteine verwendet, um die Ein- und Ausgabe sowie die Ablaufsteuerung zu realisieren.
Haupt-Bausteine
DigitalInput_CLK_I1 bis I4 (
logiBUS::io::DI::logiBUS_IE):Dienen zum Einlesen der Taster-Signale (Input_I1 bis Input_I4).
Konfiguriert auf das Ereignis
BUTTON_SINGLE_CLICK.
DigitalOutput_Q1 bis Q4 (
logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX):Steuern die physikalischen Ausgänge (Output_Q1 bis Output_Q4) an, um den aktiven Schritt anzuzeigen.
Q_NumericValue (
isobus::UT::Q::Q_NumericValue):Dient zur Visualisierung eines numerischen Wertes auf dem Display (Objekt-ID
OutputNumber_N1).
F_SINT_TO_UINT (
iec61131::conversion::F_SINT_TO_UINT):Konvertiert die Schrittnummer (SINT) in einen vorzeichenlosen Integer (UINT), damit dieser vom
Q_NumericValueBaustein verarbeitet werden kann.
E_TimeOut (
iec61499::events::E_TimeOut):Ein Systembaustein für Zeitfunktionen, der über einen Adapter mit der Schrittkette verbunden ist.
Sub-Bausteine: sequence_04
Dieser Baustein ist das Herzstück der logischen Steuerung.
Typ:
logiBUS::utils::sequence::combi::sequence_ET_04Verwendete interne FBs: (Logik kapselt eine Zustandsmaschine mit Zeitgliedern)
Parameter:
DT_S1_S2=T#2s: Verzögerungszeit für den Übergang von Schritt 1 zu 2.DT_S2_S3=T#2s: Verzögerungszeit für den Übergang von Schritt 2 zu 3.DT_S3_S4=T#2s: Verzögerungszeit für den Übergang von Schritt 3 zu 4.DT_S4_START=T#2s: Verzögerungszeit für den Rücksprung zum Start.
Ereigniseingänge:
START_S1: Startet die Sequenz bei Schritt 1 (verbunden mit Taster I1).S2_S3: Trigger für den Übergang von Schritt 2 zu 3 (verbunden mit Taster I2).S4_START: Trigger für den Neustart nach Schritt 4 (verbunden mit Taster I3).RESET: Setzt die Kette zurück (verbunden mit Taster I4).
Datenausgänge:
DO_S1bisDO_S4: Statussignale für die Ausgänge Q1 bis Q4.STATE_NR: Gibt die aktuelle Schrittnummer als Zahl aus.
Programmablauf und Verbindungen
Die Logik kombiniert automatische Zeitübergänge mit manuellen Benutzereingriffen.
Starten der Sequenz:
Durch Betätigen von Taster I1 wird das Ereignis
START_S1ausgelöst.Die Schrittkette springt in Zustand 1.
Der Ausgang Q1 wird aktiviert.
Automatische und Manuelle Übergänge:
S1 -> S2: Da kein explizites Ereignis für diesen Übergang verdrahtet ist, erfolgt der Wechsel zu Zustand 2 (Q2 an) automatisch nach Ablauf der Zeit
DT_S1_S2(2 Sekunden).S2 -> S3: Der Übergang zu Zustand 3 (Q3 an) erfordert eine manuelle Bestätigung durch Taster I2, da dieser am Eingang
S2_S3angeschlossen ist. Die ZeitDT_S2_S3dient hierbei vermutlich als Mindestwartezeit oder Timeout-Basis.S3 -> S4: Der Wechsel zu Zustand 4 (Q4 an) erfolgt wieder automatisch nach Ablauf von
DT_S3_S4(2 Sekunden), da kein Taster-Event angeschlossen ist.S4 -> Start: Um die Kette von Zustand 4 wieder neu zu starten, muss Taster I3 betätigt werden (Eingang
S4_START).
Visualisierung:
Parallel zu den LEDs wird die aktuelle Schrittnummer (
STATE_NR) über den Konverter an den BausteinQ_NumericValuegesendet und auf dem Display (OutputNumber_N1) angezeigt.
Reset:
Der Taster I4 ist mit dem
RESET-Eingang verbunden und setzt die gesamte Schrittkette jederzeit in den Grundzustand zurück (alle Ausgänge aus).
Zusammenfassung
Diese Übung vertieft das Verständnis für komplexe Schrittketten in IEC 61499. Sie zeigt auf, wie manuelle Eingriffe (Trigger durch Taster) mit automatischen Zeitabläufen gemischt werden können. Zudem wird die Verarbeitung von numerischen Daten zur Zustandsanzeige und die Konvertierung von Datentypen (SINT_TO_UINT) praktisch angewendet.