Uebung_002a3: DigitalInput_I1/_I2 mit OR auf DigitalOutput_Q1

Uebung_002a3

NotebookLM

Dieser Artikel beschreibt die logiBUS®-Übung Uebung_002a3. In dieser Übung wird eine logische ODER-Verknüpfung (OR) implementiert, bei der ein digitaler Ausgang aktiviert wird, sobald mindestens einer von zwei digitalen Eingängen den Zustand „Wahr“ (HIGH) einnimmt.


Ziel der Übung

Das Hauptziel dieser Übung ist es, die Funktionsweise einer ODER-Verknüpfung in der Automatisierungstechnik zu demonstrieren. Sie zeigt, wie alternative Bedingungen (Eingänge) genutzt werden können, um dieselbe Aktion (Ausgang) auszulösen. Dies ist eine Standardanforderung für Systeme, die von mehreren Stellen aus bedienbar sein müssen.


Beschreibung und Komponenten

[cite_start]Die Subapplikation Uebung_002a3.SUB führt zwei digitale Eingangssignale über einen ODER-Logik-Baustein zusammen[cite: 1].

Funktionsbausteine (FBs)

  • DigitalInput_I1 & DigitalInput_I2: Instanzen des Typs logiBUS_IX. [cite_start]Diese Bausteine erfassen die Zustände der physischen Eingänge Input_I1 und Input_I2[cite: 1].

  • OR_2: Eine Instanz des Typs OR_2 (aus der IEC 61131-Bibliothek). [cite_start]Dieser Baustein führt die logische ODER-Operation aus. Er besitzt zwei Dateneingänge (IN1, IN2) und einen Datenausgang (OUT)[cite: 1]. Wie der AND-Baustein reagiert er auf ein Ereignis am Port REQ und quittiert dies mit CNF.

  • DigitalOutput_Q1: Eine Instanz des Typs logiBUS_QX. [cite_start]Dieser Baustein setzt den physischen Ausgang Output_Q1 basierend auf dem Ergebnis der ODER-Verknüpfung[cite: 1].


Funktionsweise

Die Logik wird durch die Verschaltung von Ereignis- und Datenverbindungen definiert. Der Aufbau in Uebung_002a3.SUB ist wie folgt:

<EventConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IND" Destination="OR_2.REQ"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I2.IND" Destination="OR_2.REQ"/>
    <Connection Source="OR_2.CNF" Destination="DigitalOutput_Q1.REQ"/>
</EventConnections>
<DataConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IN" Destination="OR_2.IN1"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I2.IN" Destination="OR_2.IN2"/>
    <Connection Source="OR_2.OUT" Destination="DigitalOutput_Q1.OUT"/>
</DataConnections>

[cite_start][cite: 1]

Der Prozess folgt dieser Logik:

  1. Jede Änderung an den Tastern I1 oder I2 löst ein IND-Event aus.

  2. Beide Events sind mit dem REQ-Port von OR_2 verbunden. Das bedeutet: Egal welcher Taster betätigt wird, die Logik wird neu berechnet.

  3. OR_2 prüft die Zustände: Wenn mindestens ein Eingang den Wert TRUE führt, wird der Ausgang OUT ebenfalls TRUE.

  4. Über das CNF-Event wird der Baustein DigitalOutput_Q1 angewiesen, den Hardware-Ausgang Q1 zu aktualisieren.


Anwendungsbeispiel

Ein typisches Anwendungsbeispiel ist die Flurbeleuchtung mit zwei Schaltern: In einem langen Flur gibt es an beiden Enden einen Schalter (I1 und I2). Die Lampe (Q1) soll leuchten, wenn Schalter 1 betätigt wird ODER wenn Schalter 2 betätigt wird. Diese „Entweder-Oder“-Logik wird durch den OR_2-Baustein abgebildet, sodass man die Beleuchtung von beiden Stellen aus unabhängig voneinander einschalten kann.