Hier ist die Dokumentation für die Übung 151 basierend auf den bereitgestellten Daten.
Uebung_151: Impulszähler
(Hier Bild der Übung einfügen, falls vorhanden)
Einleitung
Diese Übung implementiert eine Sub-Applikation (SubAppType) mit dem Namen Uebung_151. Ziel der Übung ist die Erfassung und Verarbeitung von Impulssignalen über eine Hardwareschnittstelle. Die eingehenden Rohdaten werden konvertiert und anschließend wird mittels eines mathematischen Bausteins die Ableitung (Änderungsrate) berechnet. Dies dient typischerweise dazu, aus einem Zählerstand eine Geschwindigkeit oder Frequenz zu ermitteln.
Verwendete Funktionsbausteine (FBs)
In dieser Übung werden verschiedene Standard- und Bibliotheksbausteine innerhalb des Netzwerks verwendet.
Sub-Bausteine: Uebung_151 (Netzwerk-Komponenten)
Hier werden die internen Bausteine beschrieben, die im Netzwerk dieser SubApp verschaltet sind.
Verwendete interne FBs:
logiBUS_PI_ID:
logiBUS::io::PI::logiBUS_PI_IDDieser Baustein stellt die Schnittstelle zur Hardware (Pulse Input) dar.
Parameter:
QI=TRUE(Aktiviert den Baustein)Input=PulseInput_I8(Referenz auf den physikalischen Eingang)ImpulseDelta=100TimeDelta=1000
Funktionsweise: Er liefert Prozessdaten basierend auf den konfigurierten Parametern für den Impulseingang.
F_DWORD_TO_UDINT:
iec61131::conversion::F_DWORD_TO_UDINTTyp: Konvertierungsbaustein.
Funktionsweise: Wandelt den Datentyp
DWORD(Doppelwort) inUDINT(Unsigned Double Integer) um. Dies ist notwendig, um die Rohdaten des Hardware-Bausteins für die mathematische Weiterverarbeitung vorzubereiten.
F_UDINT_TO_REAL:
iec61131::conversion::F_UDINT_TO_REALTyp: Konvertierungsbaustein.
Funktionsweise: Wandelt den Datentyp
UDINTinREAL(Gleitkommazahl) um. DieREAL-Darstellung wird für den nachfolgenden Ableitungsbaustein benötigt.
FT_DERIV:
OSCAT::Basic::POUs::Engineering::Control::FT_DERIVTyp: Regelungstechnischer Baustein (Ableitung).
Parameter:
K=1.0(Verstärkungsfaktor)run=TRUE(Baustein ist aktiv)
Funktionsweise: Berechnet die zeitliche Ableitung des Eingangssignals. In diesem Kontext wird aus der Änderung des Zählerstandes (Impulse) über die Zeit die Frequenz bzw. Geschwindigkeit ermittelt.
Programmablauf und Verbindungen
Der Ablauf der Übung wird durch die Ereignis- und Datenkette definiert:
Signalerfassung: Der Baustein
logiBUS_PI_IDerfasst Signale am EingangPulseInput_I8. Sobald neue Daten verfügbar sind, wird das EreignisINDausgelöst und der Datenwert am AusgangINbereitgestellt.Typkonvertierung:
Das Signal gelangt zunächst zum Baustein
F_DWORD_TO_UDINT.Das Ergebnis wird an
F_UDINT_TO_REALweitergeleitet.Diese Kette sorgt dafür, dass das Signal von einem binären Rohformat (
DWORD) in eine fließkomma-basierte Zahl (REAL) gewandelt wird.
Berechnung:
Der konvertierte
REAL-Wert wird an den EingangindesFT_DERIVBausteins übergeben.Der
FT_DERIVBaustein berechnet die Änderung des Eingangssignals pro Zeiteinheit. Da der Eingang ein akkumulierter Zählerstand (Impulse) ist, entspricht die Ableitung der aktuellen Impulsfrequenz (Impulse pro Sekunde/Minute, abhängig von der Zeitbasis).
Lernziele:
Einbindung von Hardware-Eingängen (LogiBUS).
Umgang mit Datentyp-Konvertierungen in IEC 61499 / IEC 61131.
Anwendung mathematischer Funktionen aus der OSCAT-Bibliothek zur Signalverarbeitung.
Zusammenfassung
Die Übung Uebung_151 zeigt den Aufbau eines Impulszählers mit nachgeschalteter Frequenzberechnung. Durch die Kombination aus Hardware-Treiber, Konvertierungslogik und dem Differenzierer (FT_DERIV) wird aus einfachen Zählimpulsen eine nutzbare Prozessgröße (z.B. Drehzahl oder Durchfluss) generiert.