Hier ist die Dokumentation für die Übung Uebung_006e2, basierend auf den bereitgestellten Daten.

Uebung_006e2: RS-Flip-Flop mit 2x IX

Uebung_006e2


Einleitung

Die Übung Uebung_006e2 demonstriert die Implementierung eines RS-Flip-Flops (Rücksetz-Dominant) unter Verwendung von zwei digitalen Eingängen (IX) und einem digitalen Ausgang. Das Ziel ist es, eine grundlegende Speicherfunktion zu realisieren, bei der ein Eingang den Ausgang setzt und der andere ihn zurücksetzt. Diese Übung nutzt die logiBUS Bibliothek für die Hardware-Abstraktion der Ein- und Ausgänge.

Verwendete Funktionsbausteine (FBs)

In dieser Sub-Applikation werden verschiedene Bausteine instanziiert und miteinander verschaltet.

Sub-Bausteine: DigitalInput_I1

  • Typ: logiBUS::io::DI::logiBUS_IX

  • Beschreibung: Dieser Baustein repräsentiert den ersten digitalen Eingang, der als „Set“-Signal fungiert.

  • Parameter:

    • QI = TRUE (Initialisierung aktiviert)

    • Input = Input_I1 (Hardware-Mapping auf Eingang I1)

Sub-Bausteine: DigitalInput_I2

  • Typ: logiBUS::io::DI::logiBUS_IX

  • Beschreibung: Dieser Baustein repräsentiert den zweiten digitalen Eingang, der als „Reset“-Signal fungiert.

  • Parameter:

    • QI = TRUE

    • Input = Input_I2 (Hardware-Mapping auf Eingang I2)

Sub-Bausteine: FB_RS

  • Typ: iec61131::bistableElements::FB_RS

  • Beschreibung: Ein bistabiles Element (Flip-Flop) mit Rücksetz-Dominanz.

  • Funktionsweise:

    • Wenn der Eingang S (Set) TRUE ist und R1 (Reset) FALSE ist, wird der Ausgang Q1 TRUE.

    • Wenn der Eingang R1 TRUE ist, wird der Ausgang Q1 FALSE (unabhängig von S, da RS rücksetz-dominant ist).

Sub-Bausteine: DigitalOutput_Q1

  • Typ: logiBUS::io::DQ::logiBUS_QX

  • Beschreibung: Dieser Baustein repräsentiert den digitalen Ausgang, der den Status des Flip-Flops anzeigt.

  • Parameter:

    • QI = TRUE

    • Output = Output_Q1 (Hardware-Mapping auf Ausgang Q1)

Programmablauf und Verbindungen

Der Programmablauf wird durch die Ereignisketten (Event Connections) und den Datenfluss (Data Connections) bestimmt:

  1. Eingangsverarbeitung:

    • Die digitalen Eingänge DigitalInput_I1 und DigitalInput_I2 erfassen Signale von der Hardware.

    • Sobald sich ein Eingangswert ändert oder aktualisiert wird, wird ein IND-Event (Indication) ausgelöst.

  2. Logikverarbeitung (RS-Flip-Flop):

    • Die IND-Events beider Eingänge sind mit dem REQ-Eingang (Request) des FB_RS verbunden. Das bedeutet, jede Änderung an I1 oder I2 triggert die Berechnung des Flip-Flops.

    • Datenverbindung:

      • Der Wert von DigitalInput_I1 (IN) ist mit dem Set-Eingang (S) des FB_RS verbunden.

      • Der Wert von DigitalInput_I2 (IN) ist mit dem Reset-Eingang (R1) des FB_RS verbunden.

  3. Ausgangsverarbeitung:

    • Nach der Berechnung des FB_RS wird das CNF-Event (Confirmation) ausgelöst.

    • Dieses Event ist mit dem REQ-Eingang des DigitalOutput_Q1 verbunden, um den Ausgang zu aktualisieren.

    • Datenverbindung: Der Ergebnisausgang Q1 des Flip-Flops wird an den Eingang OUT des DigitalOutput_Q1 übergeben.

Zusammengefasstes Verhalten:

  • Taste/Schalter an Input_I1 aktiviert den Ausgang Output_Q1.

  • Taste/Schalter an Input_I2 deaktiviert den Ausgang Output_Q1.

  • Werden beide Eingänge gleichzeitig betätigt, bleibt der Ausgang aus (Reset ist dominant).

Zusammenfassung

Diese Übung ist ein klassisches Beispiel für speicherprogrammierbare Steuerungslogik nach IEC 61131-3. Sie vermittelt das Verständnis für bistabile Elemente und die Ereignissteuerung in 4diac, bei der die Ausführung der Logikblöcke durch Trigger (Events) von den Eingangsbausteinen gesteuert wird. Das Ergebnis ist eine robuste Schaltung zum Ein- und Ausschalten eines Verbrauchers über zwei getrennte Signale.