Uebung_004a6: Toggle Flip-Flop mit IE und E_REND (Rendezvous)

Uebung_004a6

NotebookLM

Dieser Artikel beschreibt die logiBUS®-Übung Uebung_004a6. Hier wird ein fortgeschrittenes Ereignis-Muster vorgestellt: Das Rendezvous. Ein Ereignis wird erst dann weitergegeben, wenn mehrere unterschiedliche Bedingungen zeitunabhängig eingetroffen sind.


Ziel der Übung

Erlernen des Umgangs mit dem E_REND Baustein. Dieser fungiert wie ein „Gedächtnis-UND“ für Ereignisse. Er feuert erst am Ausgang, wenn an allen konfigurierten Eingängen mindestens einmal ein Ereignis registriert wurde. Dies dient der Synchronisation von asynchronen Prozessen.


Beschreibung und Komponenten

[cite_start]Die Subapplikation Uebung_004a6.SUB nutzt E_REND, um sicherzustellen, dass zwei Taster gedrückt wurden, bevor der Ausgang umschaltet[cite: 1].

Funktionsbausteine (FBs)

  • DigitalInput_CLK_I1 & I2: Die beiden Taster für die Synchronisation.

  • DigitalInput_CLK_I3: Ein Reset-Taster zum Löschen der Vorbedingungen.

  • E_REND: Der Rendezvous-Baustein mit Eingängen EI1, EI2 und einem Reset-Eingang R.

  • E_T_FF: Das Flip-Flop zur Zustandsspeicherung.


Funktionsweise

Die Logik verlangt die Bestätigung beider Quellen:

<EventConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_CLK_I1.IND" Destination="E_REND.EI1"/>
    <Connection Source="DigitalInput_CLK_I2.IND" Destination="E_REND.EI2"/>
    <Connection Source="E_REND.EO" Destination="E_T_FF.CLK"/>
    <Connection Source="DigitalInput_CLK_I3.IND" Destination="E_REND.R"/>
</EventConnections>

[cite_start][cite: 1]

Der funktionale Ablauf:

  1. Drückt man nur Taster 1 (I1), passiert am Ausgang nichts. E_REND speichert intern: „EI1 ist erledigt“.

  2. Drückt man irgendwann später Taster 2 (I2), ist die Bedingung erfüllt (beide waren da). E_REND feuert nun das Event an EO.

  3. Das Flip-Flop toggelt den Ausgangszustand.

  4. Danach setzt sich E_REND automatisch zurück und wartet erneut auf beide Eingänge.

  • Der Reset-Taster (I3) kann jederzeit genutzt werden, um die internen Merker von E_REND zu löschen (Abbruch der Sequenz).


Anwendungsbeispiel

Sequenzielle Freigabe: In einer Montagehalle muss ein Monteur den Zusammenbau bestätigen (I1) und ein Qualitätskontrolleur die Prüfung abnehmen (I2). Erst wenn beide (unabhängig voneinander und in beliebiger Reihenfolge) ihre Quittierung gegeben haben, darf das Förderband zum nächsten Schritt weiterschalten (EO).