Uebung_003b: DigitalInput_I1-2-3-4 auf DigitalOutput_Q1-2-3-4

Uebung_003b

NotebookLM

Dieser Artikel beschreibt die logiBUS®-Übung Uebung_003b. Diese Übung erweitert das Konzept der modularen Steuerung aus Uebung_003a auf insgesamt vier unabhängige Kanäle.


Ziel der Übung

Das Hauptziel ist die Demonstration der Skalierbarkeit durch Typisierung. Es wird gezeigt, wie einfach eine bestehende Logik vervielfältigt werden kann, indem ein bereits definierter Sub-App-Typ mehrfach instanziiert wird. Dies unterstreicht den Effizienzvorteil der IEC 61499 bei der Verwaltung vieler gleichartiger Hardware-Schnittstellen.


Beschreibung und Komponenten

[cite_start]Die Subapplikation Uebung_003b.SUB verwendet vier Instanzen des Typs Uebung_003b_sub (identisch zu Uebung_003a_sub), um vier I/O-Paare zu verknüpfen[cite: 1].

Typisierte Sub-Applikation: Uebung_003b_sub

[cite_start]Dieser Baustein kapselt die 1:1 Weiterleitung von einem digitalen Eingang (IX) zu einem digitalen Ausgang (QX)[cite: 2]. Er stellt zwei Parameter für die Konfiguration bereit:

  • Input: Auswahl des physischen Eingangs (z.B. Input_I1 bis Input_I4).

  • Output: Auswahl des physischen Ausgangs (z.B. Output_Q1 bis Output_Q4).

Instanzen in der Hauptanwendung

In Uebung_003b werden vier Instanzen (F1 bis F4) genutzt:

  • F1: I1 ➡️ Q1

  • F2: I2 ➡️ Q2

  • F3: I3 ➡️ Q3

  • F4: I4 ➡️ Q4


Funktionsweise

Die Logik ist vollständig in den Sub-Applikationen gekapselt. Die Hauptanwendung dient nur noch als Konfigurations-Ebene. Der Aufbau in Uebung_003b.SUB zeigt die Zuweisung der Parameter:

<SubApp Name="F1" Type="Uebungen::Uebung_003b_sub">
    <Parameter Name="Input" Value="Input_I1"/>
    <Parameter Name="Output" Value="Output_Q1"/>
</SubApp>
<!-- ... Instanzen F2 und F3 ... -->
<SubApp Name="F4" Type="Uebungen::Uebung_003b_sub">
    <Parameter Name="Input" Value="Input_I4"/>
    <Parameter Name="Output" Value="Output_Q4"/>
</SubApp>

[cite_start][cite: 1]

Jeder Kanal arbeitet völlig autark. Wenn an Eingang I3 eine Änderung erkannt wird, reagiert ausschließlich die Instanz F3 und schaltet den Ausgang Q3. Die anderen Kanäle bleiben davon unberührt.


Anwendungsbeispiel

Modularer Schaltschrankbau: Stellen Sie sich ein IO-Modul mit 8 oder 16 Kanälen vor. Anstatt für jeden Kanal einzeln Verbindungen zu ziehen, nutzt man die typisierte Sub-Applikation als „Kanal-Treiber“. Die Software-Struktur spiegelt so exakt den modularen Aufbau der Hardware wider, was die Fehlersuche und Dokumentation massiv vereinfacht.