Uebung_002b2: DigitalInput_I1/_I2/_I3 auf DigitalOutput_Q1; mit MOVE

Uebung_002b2

NotebookLM

Dieser Artikel beschreibt die logiBUS®-Übung Uebung_002b2. In dieser Übung wird eine kombinatorische Logikschaltung implementiert, die zwei Grundoperationen (UND und ODER) miteinander verknüpft, wobei ein F_MOVE-Baustein zur expliziten Datenweiterleitung genutzt wird.


Ziel der Übung

Das Hauptziel dieser Übung ist die hierarchische Verknüpfung von Logikbausteinen. Es wird gezeigt, wie Teilergebnisse einer Operation als Eingangsgröße für eine weitere Operation dienen können. Zusätzlich wird der Baustein F_MOVE eingeführt, der dazu dient, Datenwerte explizit in einem eigenen Ereignisschritt weiterzureichen.


Beschreibung und Komponenten

[cite_start]Die Subapplikation Uebung_002b2.SUB realisiert die logische Funktion Q1 = (I1 AND I2) OR I3 unter Verwendung von Standard-Logikbausteinen[cite: 1].

Funktionsbausteine (FBs)

  • DigitalInput_I1 bis I3: Drei Instanzen des Typs logiBUS_IX. [cite_start]Sie liefern die Eingangssignale für die Logikkette[cite: 1].

  • AND_2: Eine Instanz des Typs AND_2. [cite_start]Verknüpft die Eingänge I1 und I2[cite: 1].

  • F_MOVE: Ein Datentransfer-Baustein. [cite_start]Er nimmt den Wert am Eingang IN entgegen und gibt ihn beim Ereignis REQ unverändert am Ausgang OUT wieder aus[cite: 1]. Er dient hier als Puffer zwischen den Logikstufen.

  • OR_2: Eine Instanz des Typs OR_2. [cite_start]Verknüpft das (gepufferte) Ergebnis des UND-Bausteins mit dem dritten Eingang I3[cite: 1].

  • DigitalOutput_Q1: Gibt das Endergebnis der Logik an den Hardware-Ausgang aus.


Funktionsweise

Die hierarchische Struktur der Logik wird durch die Verschaltung der Ereigniskette in Uebung_002b2.SUB deutlich:

<EventConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IND" Destination="AND_2.REQ"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I2.IND" Destination="AND_2.REQ"/>
    <Connection Source="AND_2.CNF" Destination="F_MOVE.REQ"/>
    <Connection Source="F_MOVE.CNF" Destination="OR_2.REQ"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I3.IND" Destination="OR_2.REQ"/>
    <Connection Source="OR_2.CNF" Destination="DigitalOutput_Q1.REQ"/>
</EventConnections>
<DataConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IN" Destination="AND_2.IN1"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I2.IN" Destination="AND_2.IN2"/>
    <Connection Source="AND_2.OUT" Destination="F_MOVE.IN"/>
    <Connection Source="F_MOVE.OUT" Destination="OR_2.IN1"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I3.IN" Destination="OR_2.IN2"/>
    <Connection Source="OR_2.OUT" Destination="DigitalOutput_Q1.OUT"/>
</DataConnections>

[cite_start][cite: 1]

Der funktionale Ablauf:

  1. Ändert sich I1 oder I2, berechnet AND_2 das Teilergebnis.

  2. Das Fertigstellungs-Event (CNF) von AND_2 triggert den F_MOVE.

  3. F_MOVE schiebt das Teilergebnis weiter zum ODER-Baustein und triggert diesen wiederum an (CNF -> REQ).

  4. Der ODER-Baustein verarbeitet das gepufferte Ergebnis zusammen mit dem Signal von I3.

  5. Der Ausgang Q1 wird aktiviert, wenn entweder beide ersten Eingänge aktiv sind ODER wenn der dritte Eingang aktiv ist.


Anwendungsbeispiel

Anlagenfreigabe mit Überbrückung: Ein Motor (Q1) soll normalerweise nur laufen, wenn zwei Sensoren (I1 und I2) gleichzeitig grünes Licht geben (z.B. Druck ok UND Temperatur ok). Für Wartungszwecke soll der Motor jedoch auch dann gestartet werden können, wenn ein manueller Taster (I3) gedrückt wird, der die Automatiklogik überbrückt.