Uebung_001c: DigitalInput_I1 auf DigitalOutput_Q1 –> Eingang abfragen bei Boot.

Uebung_001c

NotebookLM

Dieser Artikel beschreibt die logiBUS®-Übung Uebung_001c. Hier wird demonstriert, wie ein digitaler Eingang unmittelbar nach dem Systemstart (Boot-Vorgang) abgefragt wird, um den initialen Zustand an einen digitalen Ausgang zu übertragen, unter Verwendung von Standard-Ereignis- und Datenverbindungen.


Ziel der Übung

Das Hauptziel dieser Übung ist das Verständnis des Initialisierungsvorgangs in der IEC 61499. Es soll sichergestellt werden, dass der Ausgang bereits beim Hochfahren der Steuerung den korrekten Ist-Zustand des Hardware-Eingangs übernimmt, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch keine Zustandsänderung (Flanke) stattgefunden hat.


Beschreibung und Komponenten

[cite_start]Die Übung nutzt die Subapplikation Uebung_001c.SUB, um eine Verbindung zwischen einem digitalen Eingang und einem Ausgang herzustellen, ergänzt um eine Selbst-Triggerung für den Systemstart[cite: 1].

Funktionsbausteine (FBs)

  • DigitalInput_I1: Eine Instanz des Typs logiBUS_IX. [cite_start]Dieser Baustein liefert das Ereignis IND bei Änderungen und reagiert auf den Befehl REQ, um den aktuellen Wert manuell auszulesen[cite: 1].

  • DigitalOutput_Q1: Eine Instanz des Typs logiBUS_QX. [cite_start]Dieser Baustein setzt den Hardware-Ausgang Output_Q1 bei jedem eintreffenden REQ-Ereignis[cite: 1].


Funktionsweise

Die Logik kombiniert die normale Signalweiterleitung mit einer Initialisierungsschleife. Der Aufbau in Uebung_001c.SUB ist wie folgt definiert:

<EventConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IND" Destination="DigitalOutput_Q1.REQ"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.INITO" Destination="DigitalInput_I1.REQ"/>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.CNF" Destination="DigitalOutput_Q1.REQ"/>
</EventConnections>
<DataConnections>
    <Connection Source="DigitalInput_I1.IN" Destination="DigitalOutput_Q1.OUT"/>
</DataConnections>

[cite_start][cite: 1]

Der Ablauf gliedert sich in zwei Phasen:

  1. Initialisierungsphase (Boot):

    • Beim Systemstart wird der Baustein DigitalInput_I1 initialisiert und sendet ein INITO-Ereignis.

    • Dieses Ereignis wird auf den eigenen REQ-Eingang zurückgeführt.

    • Dadurch liest der Baustein sofort den physischen Zustand ein und quittiert dies mit einem CNF-Ereignis.

    • Das CNF-Ereignis triggert schließlich DigitalOutput_Q1.REQ, wodurch der Ausgang bereits beim Start den korrekten Wert erhält.

  2. Betriebsphase (Laufzeit):

    • Jede spätere Änderung am Eingang triggert über IND -> REQ direkt den Ausgang, wie in Übung 001.


Anwendungsbeispiel

Ein Zustands-Display: Stellen Sie sich vor, der Ausgang Q1 steuert eine Kontrollleuchte, die anzeigt, ob ein Sicherheitsschalter (I1) geschlossen ist. Wenn die Anlage nach einem Stromausfall neu startet, muss die Lampe sofort korrekt leuchten – nicht erst, wenn jemand den Sicherheitsschalter erneut betätigt. Die Boot-Abfrage garantiert diese sofortige Korrektheit der Anzeige.