logiBUS_DI_Events_S


Einleitung

Der Strukturdatentyp logiBUS_DI_Events_S dient der Konfiguration von Ereignissen für digitale Eingänge (DI) innerhalb des logiBUS-Frameworks. Er definiert den Ereignistyp, der einem bestimmten digitalen Eingangskanal zugeordnet werden kann. Dieser Datentyp ist ein wesentlicher Bestandteil für die Parametrierung von logiBUS-E/A-Funktionsblöcken.

Schnittstellenstruktur

Dieser Baustein ist ein reiner Datentyp (Structured Type) und besitzt keine Ereignis- oder Adapterschnittstellen im herkömmlichen Sinne eines Funktionsbausteins. Seine Struktur wird als Eingangs- oder Ausgangsdatenparameter in anderen Funktionsblöcken verwendet.

Daten-Eingänge

Nicht zutreffend – Dies ist ein Datentyp.

Daten-Ausgänge

Nicht zutreffend – Dies ist ein Datentyp.

Adapter

Nicht zutreffend – Dies ist ein Datentyp.

Funktionsweise

Der Datentyp logiBUS_DI_Events_S kapselt eine einzelne Variable (EType), die einen Ereignistyp-Code repräsentiert. Der Standardwert ist auf 255 gesetzt, was typischerweise einem inaktiven oder nicht konfigurierten Zustand entspricht. Konkrete Werte (z.B. 0, 1, 2, …) werden verwendet, um bestimmte Ereignisse (wie Flankenwechsel) zu identifizieren, die dann von übergeordneten Steuerungslogiken verarbeitet werden können.

Technische Besonderheiten

  • Datentyp: Es handelt sich um einen strukturierten Datentyp (STRUCT), der in anderen Funktionsblöcken als komplexer Datenparameter genutzt wird.

  • Initialwert: Die enthaltene Variable EType ist mit dem Wert 255 vorinitialisiert. Dieser Wert dient wahrscheinlich als Platzhalter oder „ungültig“-Kennung.

  • Basistyp: Die Variable EType ist vom Typ USINT (Unsigned Short Integer, 0-255), was einen begrenzten und effizienten Wertebereich für Ereigniscodes bietet.

Zustandsübersicht

Da es sich um einen passiven Datentyp handelt, existiert keine Zustandsmaschine. Der „Zustand“ ist der gespeicherte Wert der Variable EType.

Anwendungsszenarien

Dieser Strukturdatentyp wird primär in Verbindung mit logiBUS-I/O-Funktionsblöcken verwendet, beispielsweise:

  • Als Element in einem Array zur Konfiguration aller digitalen Eingänge eines Moduls.

  • Als Parameter, um festzulegen, bei welchem physikalischen Ereignis (z.B. steigende Flanke) ein logisches Event im Steuerungsprogramm ausgelöst werden soll.

⚖️ Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Im Gegensatz zu Funktionsbausteinen (FBs) wie E_R_TRIG oder F_TRIG, die selbstständig Flankenereignisse generieren, ist logiBUS_DI_Events_S ein reiner Konfigurationsdatentyp. Er stellt die Information bereit, welches Hardware-Ereignis von einem separaten Treiber- oder Hardwareabstraktionsbaustein in ein solches logisches Flankenereignis übersetzt werden soll.

Fazit

Der logiBUS_DI_Events_S ist ein grundlegender Konfigurationsbaustein innerhalb der logiBUS-Architektur. Er ermöglicht eine flexible und parametrierbare Zuordnung von Hardware-Ereignissen an digitalen Eingängen zu software-seitigen Verarbeitungsroutinen. Seine einfache, auf einen USINT reduzierte Struktur gewährleistet Effizienz und einfache Handhabung in übergeordneten Konfigurationsstrukturen.