SoftKeyActivationCode_S


Einleitung

Der Datentyp SoftKeyActivationCode_S ist eine strukturierte Datenstruktur (Struct), die zur Konfiguration der Aktivierung eines Softkeys in einem ISOBUS-konformen System dient. Er definiert den spezifischen Aktivierungscode und ein Steuerflag für die Wiederholungsfrequenz der Tasteneingabe.

Schnittstellenstruktur

Dies ist ein Datentyp und besitzt daher keine Ereignis- oder Adapterschnittstellen im herkömmlichen Sinne eines Funktionsbausteins. Die Struktur besteht aus den folgenden Datenfeldern:

Daten-Eingänge

(Nicht anwendbar – dies ist ein Datentyp)

Daten-Ausgänge

(Nicht anwendbar – dies ist ein Datentyp)

Datenfelder (Strukturkomponenten)

Name

Datentyp

Initialwert

Kommentar

code

USINT

255

Definiert den numerischen Code, der den spezifischen Softkey identifiziert.

bCyclic

BOOL

TRUE

Steuert das zyklische Senden des Tastencodes. Bei FALSE wird die Taste nicht alle 200ms wiederholt gesendet.

Funktionsweise

Die Struktur SoftKeyActivationCode_S dient als Container für Konfigurationsdaten. Der Wert im Feld code korrespondiert mit einer spezifischen Taste auf einem virtuellen oder physischen Terminal. Das Feld bCyclic ermöglicht es, das Verhalten bei gedrückt gehaltener Taste zu steuern. Ist es auf TRUE gesetzt (Standard), wird der Tastendruck in einem definierten Intervall (z.B. alle 200ms) wiederholt gesendet, solange die Taste gedrückt bleibt. Bei FALSE wird nur ein einzelnes Ereignis beim initialen Drücken der Taste ausgelöst.

Technische Besonderheiten

  • Initialwerte: Beide Felder besitzen vordefinierte Initialwerte. Der Standardwert 255 für code kann als „ungültiger“ oder „nicht konfigurierter“ Code interpretiert werden.

  • ISOBUS-Kontext: Der Datentyp ist Teil des Pakets isobus::UT::io::Softkey, was auf seine Verwendung in ISOBUS Virtual Terminal (VT) oder ähnlichen IO-Kontexten hindeutet.

  • Zyklussteuerung: Die präzise Steuerung der Wiederholungsrate über bCyclic ist entscheidend für eine benutzerfreundliche und zuverlässige Tastatureingabe, insbesondere bei langen Datenfeldern oder Listensteuerungen.

Zustandsübersicht

(Nicht anwendbar – dies ist ein passiver Datentyp ohne Zustandsmaschine.)

Anwendungsszenarien

Diese Datenstruktur wird typischerweise als Eingabe- oder Konfigurationsparameter für Funktionsbausteine verwendet, die:

  1. Die virtuelle Tastatureingabe eines ISOBUS-Terminals emulieren oder steuern.

  2. Softkey-Ereignisse in einer Anwendungslogik verarbeiten (z.B. Menünavigation, Werteingabe).

  3. Die Tastenbelegung oder das Tastenverhalten eines Geräts dynamisch konfigurieren.

⚖️ Vergleich mit ähnlichen Bausteinen

Im Gegensatz zu einem Funktionsbaustein (FB) ist SoftKeyActivationCode_S ein reiner Datentyp (Struct). Er enthält keine Algorithmen oder ereignisgesteuerte Logik.

  • Ähnlichkeit zu E_SR oder E_RS: Diese sind Funktionsbausteine mit Speicherfunktion und besitzen eine interne Zustandslogik. SoftKeyActivationCode_S ist hingegen ein reiner Datenträger.

  • Vergleich mit einfachen Datentypen: Im Gegensatz zu atomaren Typen wie INT oder BOOL bündelt dieser Struct zwei logisch zusammengehörige Informationen (code und Verhalten bCyclic) zu einer einzigen, wiederverwendbaren Einheit.

Fazit

Der Datentyp SoftKeyActivationCode_S ist eine essentielle Hilfsstruktur für die Steuerung von Softkey-Eingaben in ISOBUS-Umgebungen. Durch die Kapselung des Tastencodes und des Wiederholungsverhaltens in einem einzigen Struct wird die Konfiguration vereinfacht und die Wiederverwendbarkeit des Codes erhöht. Seine klare Struktur und die sinnvollen Standardwerte machen ihn zu einem robusten Baustein für die Entwicklung von Terminal-IO-Logik.